Dynamofans aller Sektoren, vereinigt euch! PDF Drucken E-Mail
Freitag, 06. August 2010

Die Mauer muss weg!

Toll ist es geworden, unser neues Zuhause. Seit der Fertigstellung des neuen Rudolf-Harbig-Stadions genießen wir Fans nun, endlich geschützt vor Sturm und Regen, eine sensationelle Sicht aufs Spielfeld und eine grandiose Akustik. Allerdings brachte der Umzug in unseren modernen Neubau auch einige weniger positive Dinge mit sich.

Die größte negative Veränderung stellt wohl ohne jeden Zweifel die sogenannten Sektorentrennung dar. War früher uneingeschränkte Bewegungsfreiheit im gesamten Areal völlige Normalität, sind wir Fans heute vom Betreten bis zum Verlassen des Stadions in unserem jeweiligen Sektor eingesperrt. Zwischen den Blöcken K und J, zwischen K und Westtribüne, am Gästeblock jeweils zur Heimseite und zwischen den Blöcken C und D am Familienblock existieren jetzt verschließbare Rolltore, die, so geschlossen, uns Fans vom Betreten bis zum Verlassen des Stadions voneinander trennen. Während es für eine klare Abtrennung des Gästebereichs von dem der Heimfans noch relativ schlüssige und nachvollziehbare Gründe gibt, bedeuten die anderen geschlossenen Tore nichts anderes als eine inakzeptable Einschränkung der persönlichen Freiheit aller Dynamofans sowie eine enorme Minderung unseres Stadionerlebnisses. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Strömungen innerhalb der dynamischen Familie wird erheblich gestört, Fanaktionen und jede Form von Vereinsleben im Stadion werden unmöglich, die Gefahr der Kategorisierung von Anhängern in Sitzplatzfans oder Stehplatzfans steigt und der Einfluss gemäßigter Sitzplatzfreunde auf junge wilde Stehplatzfans, auch im Zuge einer sich selbst regulierenden Fanszene, tendiert am unmittelbaren Punkt des Geschehens, nämlich im Stadion, gegen Null.

Bis zum heutigen Tag gibt es keine wirklichen Argumente für die Sektorentrennung. Die abgegebenen Begründungen sind meist einfach nur interessengesteuert und zudem absolut widersprüchlich. So schreiben einerseits unverrückbare Gesetze aus Sicherheitsgründen eine unbedingte permanente Schließung vor, andererseits verbietet unser Sicherheitsdienst das Aufhängen von Spruchbändern, weil dadurch angeblich die Tore bei Gefahr nicht geöffnet werden können. Ein anderes Mal wird behauptet, dass aufgrund der ungünstigen Lage des Stadions eine strikt getrennte Entfluchtung unabdingbar sei, um kurz darauf die völlige Öffnung zu den WM-Spielen damit zu begründen, dass bei unseren Spielen grundsätzlich Ausschreitungen zu erwarten sind.

Die Fangemeinschaft Dynamo protestiert von Beginn an gegen die Sektorentrennung und hat ihre Position in vielen Gesprächen konsequent vertreten. Da von einer Gemeinschaft nur dann die Rede sein kann, wenn das Ereignis Fußball als gemeinsames Erlebnis bleibt und wir fest davon überzeugt sind, dass nicht gottgegebene Gesetze diesen Irrsinn notwendig machen, sondern die wahren Gründe für unsere momentan getrennte Sportgemeinschaft in Sparwahn, Bequemlichkeit und Desinteresse der Entscheidungsträger zu suchen sind, haben wir das Thema nun zur Chefsache erklärt.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung wird die Fangemeinschaft Dynamo während der gesamten Saison mit verschiedenen Aktionen den Forderungen zur vollständigen Aufhebung der Sektorentrennung im Heimbereich Ausdruck verleihen. Erklärtes Ziel ist die dauerhafte Öffnung der Rolltore bei den Heimspielen unserer SG Dynamo Dresden.

Aktuelle Informationen zum Thema gibt es ab sofort an den Spieltagen am Infostand hinter dem K-Block oder der Fanhütte. Außerdem wird es verschiedene Aktivitäten direkt an der Sektorentrennung geben. Schaut am besten einfach mal vorbei oder helft vielleicht sogar selbst aktiv mit. Wir freuen uns über jede Anmerkung, über Tipps und Ideen und besonders über tatkräftige personelle Unterstützung.

Gemeinsam statt getrennt!

Fangemeinschaft Dynamo

 

 


Winterpause
 

 
 


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