|
Fangemeinschaft Dynamo unterstützt Kampagne „Transparenz schützt Menschenrechte“ |
|
|
|
|
Donnerstag, 09. September 2010 |
|
Nicht nur bei Fußballspielen werden wir Woche für Woche mit unverhältnismäßigen Polizeieinsätzen konfrontiert. Ob Gewalt oder Diskriminierung, ob Willkür oder Sippenhaft – es mangelt an der Aufklärung der Straftaten und die Täter in Uniform gehen in aller Regel straffrei aus.
Beamte, die Straftaten begehen, können nicht zugeordnet werden, weil es derzeit noch keine Kennzeichnungspflicht gibt. Fragt man nach Namen oder Dienstnummern, wird man meist nur höhnisch ausgelacht. Die abgesprochenen Aussagen zweier Beamten reichen aus, um einem der Willkür ausgesetzten Bürger alle Chancen zu nehmen, den wahren Ereignisverlauf in die Beurteilung einfließen zu lassen. Bei Fußballspielen werden unauffällige Personen kontrolliert und können allein dadurch in die Akte „Gewalttäter Sport“ eingetragen werden. Stadionverbote werden auf Verdacht erteilt und manchmal trotz Kenntnis der Fakten ungerechtfertigt aufrecht erhalten. Auch vor dem Vorstandsmitglied der Fangemeinschaft Dynamo, Florian Schnier, macht diese Praxis nicht halt. In Osnabrück wurde ihm der Zugang zum Stadion verwehrt, weil er laut Stadionordnung eine Tafel Schokolade nicht mitnehmen durfte. Als er sich darüber beschwerte, führte das zu einer Festnahme mit körperlicher Gewalt durch vier Personen. Das anschließend von Osnabrück ausgesprochene Stadionverbot bis Juni 2012 diskreditiert nicht nur die Person Florian Schnier, sondern auch die Fangemeinschaft Dynamo als Verein, der sich ein gewaltfreies Miteinander auf die Fahnen geschrieben hat. Sämtliche Versuche der Intervention scheiterten auch daran, dass die verantwortlichen Sicherheitskräfte und Beamten nicht identifiziert werden konnten.
Willkür und Gewalt gibt es aber nicht nur beim Fußball. Amnesty International hat sich diesem Problem nun mit einer Kampagne gewidmet und fordert Transparenz bei Polizeieinsätzen, damit auch die Beamten bei übertriebener Härte zur Rechenschaft gezogen werden können.
Wir als Fangemeinschaft Dynamo unterstützen die Kampagne von Amnesty International und rufen alle Dynamo- und Fußballfans dazu auf, sich anzuschließen. Nehmt an der Online-Demo auf www.amnestypolizei.de teil und macht Freunde und Bekannte auf die Kampagne aufmerksam! Helft dabei mit, dass auch bei Fußballspielen Polizeiwillkür und -gewalt eingeschränkt werden können!
Fangemeinschaft Dynamo
|