Über die Fangemeinschaft
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Warum eine Fangemeinschaft?

Durch die zunehmende Kommerzialisierung des Fussball-Sports und dem ansteigenden Streben nach absoluter Sicherheit, verbunden mit hohen Auflagen und verstärkten Repressionen gegen Fussballfans, geraten die Interessen und Bedürfnisse der eigentlichen Hauptakteure im Stadion und auch außerhalb in den Hintergrund. Grundsätzlich ist es deshalb richtig und nicht ohne Bedeutung, wenn sich die Fans eines Vereins zusammenschließen, um ihre Vorstellungen und Wünsche zu artikulieren, zu bündeln und anschließend gemeinsam zu vertreten. Es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um das Aufhängen von Zaunfahnen, Reglementierungen beim Kartenkauf oder ein preiswertes Catering handelt. Im heutigen Fussball-Alltag wird man zu oft mit Dingen konfrontiert, die eine Entwicklung weg vom emotionalen Fanleben und hin zum zahlenden Kunden bestätigen. Obwohl die entsprechenden finanziellen und wirtschaftlichen Voraussetzungen und die Interessen der Sponsoren und Geldgeber wichtig sind, um einen Verein sportliche Erfolge zu ermöglichen, müssen diese im Einklang mit den Interessen der Fans stehen. Warum?

Die Antwort liegt in der langen Geschichte des Fussball-Sports. Im 19. Jahrhundert war der Kick auf dem Sportplatz eine ausschließlich körperliche Aktivität. Erst mit dem zunehmenden Erfolg und der daraus folgenden Akzeptanz in der Gesellschaft kam die zusätzliche Komponente des passiven Zuschauers ins Spiel. Fussball war die erste Sportart, die vor einer breiten Öffentlichkeit stattfand. Bis heute hat sich diese Spitzenposition im Vergleich zu anderen Sportarten gehalten. Es ist also historisch belegt, dass ohne Fans der Fussball nicht die Hälfte wert wäre.

Unabhängig vom Zeitpunkt der Einführung und Integration der Komponente Sponsoring in den Fussball-Sport bleibt festzuhalten, dass zuerst die Fankulturen als Begleiterscheinung auftraten und somit berechtigt noch heute ihren Platz im Rahmen eines Fussball-Spieles einnehmen. Ohne die Erscheinung von tausenden stimmgewaltigen Schlachtenbummlern wäre Fussball nicht das, was ihn aus emotionaler Sicht so beliebt macht. Ziel einer Fangemeinschaft soll es aber nicht sein, über die Rangfolge von Fans und Sponsoren zu diskutieren, sondern deutlich werden zu lassen, dass man mit einem fairen und offenem Umgang und gegenseitiger Achtung ebenso viel erreichen kann.

Die Angst der Fans ist nachvollziehbar, irgendwann an letzter Stelle im Verein zu stehen, wo sämtliche Mitspracherechte und Freiräume eingeschränkt und unmöglich sind. Es reicht ein Blick nach Salzburg oder zu Manchester United, um beispielhaft darzustellen, was passiert, wenn Interessen von Sponsoren über die Wünsche der Anhänger gestellt werden. Denn Fakt ist: So wie Spieler, Trainer und Gremienvertreter sich bei Vereinen die Klinke in die Hand geben, kommen und meistens nach Misserfolgen wieder gehen, wechseln auch Sponsoren ihr Feld der Betätigung, wenn sie meinen, mit ihrer Marketingstrategie erfolgreich gewesen zu sein oder sich neue Zielgruppen und Kundenkreise suchen. Wer bleibt, sind einzig und allein die Fans und genau deswegen sollte man den eigenen Wert als Anhänger nicht unterschätzen und für sich selbst ein Verständnis entwickeln, das dazu führt, sich hinter gemeinsame Interessen zu stellen, diese zu gestalten und nach außen zu vertreten.

Bereits aktive Faninitiativen wie Pro RHS (Stadion), Zukunft Dynamo (Nachwuchs) oder Dynamo5000 (Mitgliedschaft) zeigen, wie man sich selbst gesteckte Ziele erreichen kann, wenn man gemeinsam auch über längere Zeit seine Ideen und Interessen aktiv vertreten kann. Es besteht daher eigentlich kein Zweifel über den Sinn oder Unsinn einer solchen Fangemeinschaft, wie sie aktuell in unserem Verein zum Leben erweckt wird. Dynamo soll eine Gemeinschaft sein, in der sich die Fans wiederfinden und eine Fankultur leben können, mit der sich alle identifizieren.

 

 

- Gemeinsam vereint für den Erfolg des Vereins -

 

 

Dienstag, 30. Juni 2009
 



 
   
 
 
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31.07. 14 Uhr
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