Autor: rpohl

  • Zeichnen für Bayreuth: Kunst-Auktion von Dynamo-Bildern

    Zeichnen für Bayreuth: Kunst-Auktion von Dynamo-Bildern

    Zeichnen für Bayreuth ist eine Aktion von Fans der SG Dynamo Dresden. In den letzten Wochen gestalteten verschiedene Künstler dynamische Motive mit Dynamo-Spielern sowie Artworks mit den Stadtansichten von Dresden und Bayreuth. Im Fanshop am Rudolf-Harbig-Stadion sind die Motive ab sofort ausgestellt und können vor Ort besichtigt werden.

    Versteigerung läuft bis 2. April

    Parallel versteigern wir diese Bilder bis zum 2. April 2023 auf der Plattform Ebay. Zu jedem Kunstwerk gibt es ein aktuelles Saison-Trikot der SG Dynamo Dresden mit den Spieler-Unterschriften der ersten Männermannschaft dazu. Hier findest du alle Bilder der Auktion in der Übersicht.

    „Dresden ist Dynamo“ (Zur Ebay-Auktion)

    Stefan Kutschke jubelt nach Tor

    „Dresdner Semperoper“ (Zur Ebay-Auktion)

    Artwork Semperoper Dresden

    „Freude pur“ (Zur Ebay-Auktion)

    Zeichnung von jubelnden Dynamo-Spielern

    „Knipser – unser Captain“ (Zur Ebay-Auktion)

    Zeichnung von Dynamo-Spieler Tim Knipping

    „Dixie – eine Legende“ (Zur Ebay-Auktion)

    Zeichnung der Dynamo-Legende Dixie Dörner

    „Bayreuther Festspielhaus“ (Zur Ebay-Auktion)

    Zu diesem Bild gibt es neben einem signierten Saisontrikot der SG Dynamo Dresden auch ein original getragenes Trikot von Alexander Nollenberger dazu. Der Stürmer trug das Jersey beim Spiel der SpVgg Bayreuth am 25. März 2023 im Rudolf-Harbig-Stadion gegen die SGD. In der 58. Spielminute traf er zum vorentscheidenden 2:0 für die Gäste aus Bayreuth, die am Ende mit 2:1 einen überraschenden und historischen Auswärtssieg in Dresden feiern konnten.

    Artwork Festspielhaus Bayreuth

    Matchworn-Trikot von Alexander Nollenberger von der Spielvereinigung Bayreuth

    „Die Legende aus Elbflorenz“ (Zur Ebay-Auktion)

    Artwork Legende aus Elbflorenz mit Dynamo-Wappen

    Die Idee hinter der Versteigerung ist, mit dem Erlös einen Teil der Schadensumme zu kompensieren, die unserer Verein an Bayreuth gezahlt hat. Beim Auswärtsspiel der SGD gegen die Oberfranken im Oktober 2022 wurden im Stadion des Heimvereins nicht nur Sachwerte zerstört, sondern auch das öffentliche Bild der Sportgemeinschaft und unserer Fans wiederholt negativ in Misskredit gebracht. Rund 36.000 Euro mussten durch den Verein aufgebracht werden, um alle Schäden im Stadion von Bayreuth auszugleichen. Auf diese Summe hätten sowohl Dynamo als auch Fans allerdings gern verzichtet.

    Wir wollen zudem zeigen, dass wir die Gastfreundschaft und Wertschätzung der Bayreuther beim Gastspiel im vergangenen Oktober würdigen. Wir wurden dort offenherzig und positiv eingestellt empfangen.

  • Sylvie Löffler erneut in den Aufsichtsrat der SGD berufen

    Sylvie Löffler erneut in den Aufsichtsrat der SGD berufen

    Der Vorstand der Fangemeinschaft Dynamo hat die Entsendung von Sylvie Löffler in den Aufsichtsrat der SG Dynamo Dresden für drei weitere Jahre beschlossen. Am 23. November 2022 wurde diese Entscheidung dem Aufsichtsrat und dem Präsidium mitgeteilt. Auch die beiden Geschäftsführer des Vereins, Jürgen Wehlend und Ralf Becker, erhielten eine Information.

    Der Entscheidung vorausgegangen waren mehrere Gespräche zwischen Sylvie Löffler und den Vorstandsmitgliedern. „Wir sind Sylvie dankbar, dass sie mit ihrem starken Gestaltungswillen und einem hohen Zeitaufwand ihr Engagement im Kontrollgremium der SGD sehr ernst genommen hat“, fasst Maik Risse als Vorsitzender des Vorstands die erste Amtszeit von Sylvie Löffler seit 2019 zusammen.

    „Für uns war Sylvie jederzeit ansprechbar und trotz der zeitintensiven AR-Arbeit weiterhin ein fester Bestandteil der Aktivitäten in der Fangemeinschaft Dynamo. Dieses hohe Engagement und die Motivation, auch in Zukunft gemeinsam aktiv die Sportgemeinschaft Dynamo mitzugestalten und weiterzuentwickeln, wollten wir keinesfalls ausbremsen“, erklärt Maik Risse einen Grund für die wiederholte Entsendung von Sylvie Löffler in den Dynamo-Aufsichtsrat.

    Kontinuität und nachhaltige Vereinsentwicklung als Gemeinschaft

    Sylvie Löffler arbeitet als Strategy Process Officer bei ZEISS. Sie bringt jahrelange Erfahrungen bei der Optimierung und dem Ausbau von Strategieprozessen, der Verbesserung von Ablauforganisationen sowie im Qualitätsmanagement mit. Seit 2006 ist sie Mitglied in der Sportgemeinschaft und besitzt ebenfalls seit 2007 die Mitgliedschaft der Fangemeinschaft Dynamo.

    Die Dresdnerin identifiziert sich vollumfänglich mit dem Verein, seinem Wesen und begleitet Dynamo als Inhaberin einer Jahreskarte und interessiertes Mitglied seit vielen Jahren. Sie bringt durch ihre berufliche Tätigkeit und Qualifizierungen die besten Voraussetzungen mit, die Herausforderungen des Vereins in den nächsten Jahren inhaltlich und aktiv mitzugestalten.

    Auf die vergangene Amtsperiode blickt Sylvie Löffler positiv zurück. „Durch mein Ehrenamt in den letzten drei Jahren habe ich viele großartige, motivierte Menschen im Dynamo-Umfeld kennengelernt.“ Sie möchte deshalb weiterhin ihre Erfahrungen im Bereich der Strategie- und Veränderungsprozesse einbringen und sich dafür einsetzen, eine organisations- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu etablieren, die für Transparenz auf allen Ebenen sorgt und eine respektvolle und wertschätzende Kultur fördert.

    „Ich bin davon überzeugt, dass wir alle zusammen alles erreichen können, was wir uns vornehmen. Dazu bedarf es allerdings kontinuierlicher nachhaltiger Schritte und einer echten Gemeinschaft, die durch dick und dünn geht und so tatsächlich auch gemeinsam die Herausforderungen bewältigt und die gesteckten Ziele erreicht.“

    Die Satzung der SG Dynamo Dresden erlaubt im § 21 Absatz 2, dass die Fangemeinschaft Dynamo eine vertretende Person in das Kontrollgremium der Sportgemeinschaft entsenden darf.

  • Hans-Jürgen Czwink

    Hans-Jürgen Czwink

    1. Was sind Deine Beweggründe als langjähriger Fan Dich zur AR-Wahl zu stellen und welchen speziellen Beitrag möchtest Du in den Aufsichtsrat einbringen?

    Als leidenschaftlicher SGD Fan habe ich mich schon lange mit diesem Thema beschäftig. Für mich war immer klar, dass man für so ein wichtiges Amt alle Energie und Zeit braucht, um der von den Mitgliedern übertragenen Verantwortung voll gerecht werden zu können. Nach Beendigung meiner Tätigkeit als selbständiger Immobilien-Entwickler im nächsten Jahr, werde ich meine ganzen Energie unserem Verein und der Gremientätigkeit widmen. Ich bringe meine über 30 jährige Erfahrungen aus der Baubranche, Gremientätigkeiten, Betriebswirtschaft Know-how und meine Leidenschaft für unsere SGD mit ein. Mein besonderer Fokus gilt der Verbesserung der Außendarstellung, der Steigerung der Attraktivität für die Jugend, dem weiterhin soliden wirtschaften und der Lösungsfindung für unser Vereinshaus „Steinhaus“.

    2. Wie sollte der Aufsichtsrat aus Deiner Sicht die Geschäftsführung der SGD kontrollieren? Wo siehst Du Verbesserungsmöglichkeiten und welches unternehmerische Risiko sollten Geschäftsführer eingehen dürfen und welche nicht?

    In unserer Satzung sind die Aufgaben des Aufsichtsrats hinsichtlich der Kontrolle und Überwachung der Arbeit der Geschäftsführung grundsätzlich geregelt. Dies beinhaltet auch den jährlichen Beschluss des Finanzplans sowie jeglicher Nachtragshaushalte. In diesem vom Aufsichtsrat beschlossenen Rahmen sollte die Geschäftsführung grundsätzlich handlungsfähig sein, wobei aus meiner Sicht bei Verträgen bzw. dem eingehen von Verpflichtungen, die entweder langfristig sind oder eine bestimmte Höhe überschreiten, die Freigabe nochmals durch den Aufsichtsrat erfolgen sollte. Mögliche Verbesserungen werden sich erst im laufe der aktiven Gremienarbeit erkennen lassen.

    3. Hast Du noch andere haupt- oder ehrenamtliche Funktionen?

    Seit nunmehr 3 Jahren bin ich als ehrenamtliches Stadtratsmitglied der Stadt Dippoldiswalde als Fraktionschef der Unabhängigen Bürger tätig und u.a. in den folgenden Gremien vertreten: Aufsichtsrat Weißeritztal Erlebnis GmbH, Verwaltungsrat Trinkwasserzweckverband Freital und Abwasserzweckverband Oelsabach.

    4. Welche Meinung hast du zu unserer heutigen Vereinsstruktur? Wo siehst Du Änderungsbedarf?

    Die gegenwärtige Vereinsstruktur basiert auf der Grundlage unserer Satzung. Ich sehe zum aktuellen Zeitpunkt keinen Änderungsbedarf.

    5. Wie siehst Du die künftige sportliche Entwicklung unseres Vereins?

    Auch aus finanzieller Sicht sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um den schnellstmöglichen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen, weil dadurch erheblich höhere finanzielle Mittel durch Fernsehgelder und Sponsoring zur Verfügung stehen. Bei der sportlichen Entwicklung ist aus meiner Sicht aber auch entscheidend, dass wir unsere gute Jugendarbeit fortführen und ausbauen, um in Zukunft wieder mehr Spieler hervorzubringen, die den Sprung in die erste Mannschaft und damit den Profifußball schaffen. Langfristig sollten wir wieder die 1. Bundesliga anstreben und diesen Traum nicht aus den Augen verlieren. Das Beispiel Union Berlin zeigt, was innerhalb weniger Jahre möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen.

    6. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn ein Großsponsor bei Dynamo einsteigen wollte?

    Zunächst gilt es mit jedem, der die SGD finanziell unterstützen will, ein offenes Gespräch zu führen und Kriterien wie Sponsor oder Investor, Vereinbarkeit der Ziele und grundsätzliche Ausrichtung zu prüfen. Wenn die Frage jedoch darauf abzielt, ob ich einen Einstieg eines Investors á la Windhorst bei der SGD befürworten würde, dann gilt mein bereits gesagtes, ich stehe dazu, dass die SGD ein Mitglieder geführter Verein ist und sehe keinen Grund daran etwas zu ändern.

    7. Welche Vorteile oder Nachteile siehst Du für den Verein, wenn Gremienmitglieder politisch aktiv sind bzw. für Parteien/Fraktionen arbeiten? Welche Erfahrungen hat der Verein Deiner Meinung nach bisher damit gemacht?

    Ich bin der Meinung, dass unsere Gremienmitglieder politisch und wirtschaftlich unabhängig sein sollten, damit das Risiko von Interessenkonflikten möglichst gar nicht erst entsteht.

    8. Die neuen Lizenzierungsrichtlinien der DFL berücksichtigen künftig die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien. Welche dieser Kriterien sollten für die SG Dynamo Dresden im Falle eines Wiederaufstiegs im Vordergrund stehen?

    Die verpflichtende Nachhaltigkeitsrichtlinie wurde von der DFL-Mitgliederversammlung am 30.05.2022 beschlossen. Der Nachweis einer Nachhaltigkeitsstrategie und einer Umweltstrategie ist zwingend erforderlich und aus meiner Sicht insbesondere für die Bereiche Wasser, Abwasser und Energie auch mehr als sinnvoll. Im Vordergrund steht für mich dabei das Thema der Energie, welches wir auch mit einer Lösung für das „Steinhaus“ sinnvoll verbinden können.

    9. Vor dem Hintergrund der Mietzuschüsse und der Stadionverträge, wie sollte die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden künftig ausgestaltet werden?

    Die Stadt als Eigentümer des Stadiongeländes ist der wichtigste Vertragspartner für uns. Wir müssen weiterhin an einer partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit arbeiten. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, mit allen Verantwortlichen der Verwaltung und Fraktionschefs zu erarbeiten, welche gemeinsamen Vorteile sowohl Stadt als auch Verein bei einer engen Zusammenarbeit haben können.

    10. Was sind die drei größten Problemfelder des Vereins? Skizziere kurz, wo Du entsprechende Lösungen siehst?

    Die größten Problemfelder, neben der aktuellen sportlichen Situation, sind aus meiner Sicht: die Stadionverträge und die Vereinsheimat „Steinhaus“.

    Stadionverträge: Hier gilt es aus meiner Sicht die bisherigen Beratungen mit allen Vertragspartner weiter zu intensivieren und zu einer sinnvollen Veränderung für die SGD zu bringen. Verpflichtungen, wie das Zahlen einer Instandhaltungsrücklage durch uns als Mieter, was normalerweise einem Eigentümer obliegt, sind aus meiner Sicht sehr wesentlich und wir müssen diesbezüglich eine Veränderung anstreben.

    Vereinsheimat: Mein Ziel ist auf Grundlage der bisherigen Aktivitäten die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes und dessen Umsetzung voranzubringen. Zunächst sind dabei die grundstücksrechtlichen-, stadtplanerischen und Finanzierungsprobleme unter Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten zu lösen.

    Zurück zur Übersicht der kandidierenden Mitglieder

  • Silke Donat

    Silke Donat

    1. Was sind Deine Beweggründe Dich zur AR-Wahl zu stellen und welchen speziellen Beitrag möchtest Du in den Aufsichtsrat einbringen?

    Nach dem letzten Abstieg reifte in mir die Idee, mich für den AR zu bewerben, da ich durch meine Person zum hoffentlich baldigen Erfolg der SGD beitragen möchte. Ich denke, meckern können viele, aber machen leider nur die Wenigsten. Ich bin mit der sportlichen Situation unserer 1. Mannschaft mehr als unzufrieden und möchte durch meine 20-jährige Erfahrung im Umgang mit Personal meinen Beitrag zu einem effizienten und erfolgreichen Personalstamm leisten. Der wirtschaftliche Bereich liegt mir näher als der sportliche. Aber nichtsdestotrotz scheue ich keine unpopulären personellen Entscheidungen und bin unabhängig von Meinungen von außen. Die finanzielle Sicherheit, eine offene und ehrliche Kommunikation mit den Gremien und Fans im Verein sind für mich unabdingbar.

    2. Wie sollte der Aufsichtsrat aus Deiner Sicht die Geschäftsführung der SGD kontrollieren? Wo siehst Du Verbesserungsmöglichkeiten und welches unternehmerische Risiko sollten Geschäftsführer eingehen dürfen und welche nicht?

    Die in der aktuellen Satzung festgelegten Befugnisse und Aufgaben der GF sind meines Erachtens so in Ordnung. Ich sehe kurzfristig keine Verbesserungsmöglichkeiten.

    3. Hast Du noch andere haupt- oder ehrenamtliche Funktionen?

    Ich bin ehrenamtliches Vorstandsmitglied beim Allgemeinen Unternehmerverband Görlitz und Umgebung – Gewerbeverein zu Görlitz 1830 e.V..

    4. Welche Meinung hast du zu unserer heutigen Vereinsstruktur? Wo siehst Du Änderungsbedarf?

    Ich sehe bei der aktuellen Vereinsstruktur kurzfristig keinen Änderungsbedarf.

    5. Wie siehst Du die künftige sportliche Entwicklung unseres Vereins?

    Für unsere 1. Mannschaft hatte ich den Wiederaufstieg als sportliches Ziel für diese Saison vor Augen. Leider sehe ich das bei der aktuellen Entwicklung nicht.
    Die langfristigen Ziele, die sich die Verantwortlichen gesetzt haben, sind für mich so nicht erreichbar. Meines Erachtens müssen langfristige Pläne auch in der Gegenwart bzw. in naher Zukunft funktionieren. Aber dies an einzelnen Personen festzumachen, liegt mir derzeit fern. Dazu fehlen mir aktuell die  entsprechenden realistischen Einblicke. Ich denke, dass wir eine 2. Mannschaft aufbauen sollten, um zum einen dem großen Kader Spielpraxis zu ermöglichen und zum anderen, den Jugend-Spielern den Übergang in die Männermannschaft leichter zu machen. Die Nachwuchsarbeit finde ich vorbildlich und vielversprechend.

    6. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn ein Großsponsor bei Dynamo einsteigen wollte?

    Grundsätzlich würde ich das begrüßen, da ich den finanziellen Vorteil in erster Linie sehen würde. Konjunktiv deshalb: Was ist es für ein Großsponsor? Was ist seine Intention für und mit dem Verein und wen sponsert er ggf. noch?

    7. Welche Vorteile oder Nachteile siehst Du aufgrund Deiner beruflichen Erfahrung, wenn Gremienmitglieder politisch aktiv sind bzw. für Parteien/Fraktionen arbeiten? Welche Erfahrungen hat der Verein Deiner Meinung nach bisher damit gemacht?

    Leider ist der Profifussball weitgehend politisch. Ich finde es schwierig und dadurch auch oftmals schwer händelbar. Ich persönlich begrüße es, wenn Gremienmitglieder bei der SGD politisch unabhängig sind und für keine Partei arbeiten.

    8. Die neuen Lizenzierungsrichtlinien der DFL berücksichtigen künftig die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien. Welche dieser Kriterien sollten für die SG Dynamo Dresden im Falle eines Wiederaufstiegs im Vordergrund stehen?

    Umwelt- und Ressourcenmanagement:

    • Nachweis, dass der Club intern über den schonenden Umgang mit Ressourcen aufklärt. Die Mindestbestandteile sind: nachhaltiger Umgang mit Licht, Wärme/Heizung, Strom, Wasser sowie nachhaltiger Einsatz elektrischer Geräte und nachhaltiges Entsorgen von Abfall

    Einbezug und Austausch:

    • Nachweis, dass der Club alle zwei Jahre eine Anspruchsgruppenanalyse für wesentliche Gruppen durchführt und dokumentiert. Mindestbestandteile sind: Fans, Sponsoren, Kommune/Politik, Partner/Dienstleister, Mitarbeiter/innen.

    Personal:

    • Nachweis einer jährlichen Evaluation und Interpretation von Kennzahlen zur Belegschaft. Die Mindestbestandteile sind: Alter, Geschlecht, disziplinarische und fachliche Führungspositionen und ihre Besetzung (u.a. Alter, Geschlecht) und ein Nachweis über die Arbeitsstunden, die auf die Fort- und Weiterbildung pro Mitarbeiter/in in der Geschäftsstelle entfielen.

    9. Vor dem Hintergrund der Mietzuschüsse und der Stadionverträge, wie sollte die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden künftig ausgestaltet werden?

    Eine Unabhängigkeit von der Stadt muss das langfristige Ziel sein. Aktuell muss ich aber aufgrund dessen, dass ich keine absolute Faktenkenntnis habe, passen.

    10. Was sind die drei größten Problemfelder des Vereins? Skizziere kurz, wo Du entsprechende Lösungen siehst?

    Für mich gibt es aktuell zwei wichtige Punkte aus unserem Leitbild, die ich aktuell als die größten Problemfelder einordne:

    • Wir sind eine Gemeinschaft – Das vermisse ich in letzter Zeit immer öfter. Schade eigentlich! Ich dachte immer, wir wollen alle das Gleiche. Aber des Öfteren habe ich das Gefühl einer Spaltung. Eine STÄNDIGE offene, transparente und ehrliche Kommunikation ist dabei für mich ein guter Ansatz.
    • Wir sind Bundesligist – Leider nicht, zumindest nicht konstant. Hier sehe ich eine effizientere Personalpolitik (in allen Bereichen) und kluge Investitionen als unabdingbar.

    Zurück zur Übersicht der kandidierenden Mitglieder

  • Dieter Rübarsch

    Dieter Rübarsch

    1. Was sind Deine Beweggründe Dich zur AR-Wahl zu stellen und welchen speziellen Beitrag möchtest Du in den Aufsichtsrat einbringen?

    Zunächst möchte ich festhalten, dass ich seit meiner frühesten Kindheit (1971) Dynamo-Fan bin. Leider musste ich nach der Berufsausbildung und dem Studium unsere fußballbegeisterte Stadt verlassen, aber mein Herz schlug weiter für Dynamo. Mitglied bin ich seit 2004. Ich selbst habe mir immer wieder gesagt, wenn ich nach Dresden zurückkomme, möchte ich gern Verantwortung übernehmen, deshalb die Kandidatur. Mein spezieller Beitrag:

    • einbringen eines frischen Blickes (wie wird es bisher gehandhabt, was kann man verbessern oder effizienter gestalten)
    • Mitarbeit in den verschiedensten Arbeitsgruppen
    • Koordinierung, Optimierung der Zusammenarbeit mit allen Vereinsgremien, Fanszene und Faninitiativen (Grundsatz durch Kommunikation Kräfte bündeln, unter Zurückstellung persönlicher Belange)

    2. Wie sollte der Aufsichtsrat aus Deiner Sicht die Geschäftsführung der SGD kontrollieren? Wo siehst Du Verbesserungsmöglichkeiten und welches unternehmerische Risiko sollten Geschäftsführer eingehen dürfen und welche nicht?

    Zunächst bleibt festzuhalten, dass bei den turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrates die jeweiligen Geschäftsführer über den Stand der Entwicklung des jeweiligen Bereiches als Gäste berichten. Hier sehe ich anhand der Protokolle Verbesserungsbedarf insbesondere darin, dass Aufgaben an die Geschäftsführung gestellt werden, ohne konkrete Terminsetzung. Aufgrund aktueller Ereignisse geraten diese Aufgaben dann in den Hintergrund oder werden erst später auf Nachfrage bearbeitet. Schwierig gestaltet sich die Kontrolle im sportlichen Bereich. Die Aussage vom sportlichen GF bei der letzten MV “ ich hatte bei den Verpflichtungen ein gutes Bauchgefühl“ erscheint mir doch etwas wenig. Hier sollte man doch Überwachungskriterien definieren. Der sportliche Erfolg spielt eine übergeordnete Rolle. Das unternehmerische Risiko ist gem. unserer Satzung im § 28 geregelt. Hier sehe ich keinen Handlungsbedarf.

    3. Hast Du noch andere haupt- oder ehrenamtliche Funktionen?

    Ja.

    • bin im erweiterten Vorstand der Reservistenkameradschaft Dresden (KERH)
    • bei Bedarf Gastdozent an der Sprengschule Dresden
    • bei Bedarf Seminarleiter bei der Arbeitsgemeinschaft Staat und Gesellschaft e.V. Regionalleitung Ost

    4. Welche Meinung hast du zu unserer heutigen Vereinsstruktur? Wo siehst Du Änderungsbedarf?

    Nun unsere Vereinsstruktur ist derzeit Ausdruck unserer Satzung. Veränderungen unserer Satzung können nur mit Beschluss der Mitgliederversammlung erreicht werden. Nach meiner Meinung müsste man, im Rahmen einer Arbeitsgruppe prüfen, ob die derzeitigen Vereinsstrukturen noch zeitgemäß sind und den Anforderungen eines Profiklubs genügen. Hier sehe ich in 1. Linie den Aufsichtsrat in der Pflicht. Hier muss auch die strategische Richtung vorgegeben werden. Aber ganz wichtig diesen Fragen muss man sich schnell und zielgerichtet im Verein stellen. 0Hier gab es ja seitens der GF schon Vorstöße wie die Verpflichtung eines 3. Geschäftsführers hauptsächlich mit Aufgaben für die unmittelbare Verantwortung für das Personal der Geschäftsstelle. Zielsetzung kann nur sein ein eingetragener, mitgliedergeführter Verein mit moderner Struktur.

    5. Wie siehst Du die künftige sportliche Entwicklung unseres Vereins?

    Nun zunächst bleibt festzustellen, dass sehr gute sportliche Voraussetzungen mit dem Stadion, der AOK Plus Walter-Fritzsch Akademie und der Nachwuchs Akademie geschaffen wurden. Leider bleibt festzuhalten, das professionelle und moderne Trainingsbedingungen nicht automatisch den sportlichen Erfolg nach sich ziehen, man kann nur darauf aufbauen. Wir sind ein Ausbildungsverein. Hier sollte man noch intensiver unsere Nachwuchskräfte unterstützen und ausbilden. Was nützt uns ein zusammengekaufter Spielerkader mit vielen jungen Spielern, die auch noch aus- und weitergebildet werden müssen. Diese Aufgabe soll dann der jeweilige Trainer leisten. Zum Kader müssen auch gestandene Spieler gehören, die Führungsverantwortung übernehmen und eine Identität zur Region mitbringen oder entwickeln. Sportlich wünsche ich mir, dass wir schnellstmöglich wieder aufsteigen, und es schaffen uns in der 2. Bundesliga zu etablieren.

    6. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn ein Großsponsor bei Dynamo einsteigen wollte?

    Nun in der Vorgehensweise würde man den Großsponsor zunächst einladen und konkret erfahren, was das mögliche finanzielle Engagement für den Verein bedeutet, also ganz konkret was wäre die Gegenleistung, die der Verein erbringen müsste. Hier gilt es dann zu differenzieren, ob die Gegenleistung unserem Leitbild entspricht. Wir wollen unabhängig und ein mitgliedergeführter Verein bleiben. Beispiel: Der Brauseverein aus Leipzig ist unakzeptabel.

    7. Welche Vorteile oder Nachteile siehst Du aufgrund Deiner beruflichen Erfahrung, wenn Gremienmitglieder politisch aktiv sind bzw. für Parteien/Fraktionen arbeiten? Welche Erfahrungen hat der Verein Deiner Meinung nach bisher damit gemacht?

    Gremienmitglieder sollten sich ausschließlich auf ihre beruflichen Erfahrungen stützen. Eine politische Aktivität für Parteien / Fraktionen und zusätzliche Gremienarbeit betrachte ich zwiespältig. Vorteile sehe ich nur, wenn eine politische Aktivität sich über ein Engagement für den Fußballverein seit vielen Jahren ehrenamtlich bewährt hat und mitgebrachte Erfahrungen, das Netzwerk und ihre Kompetenzen für den Verein einbringen. Als Hauptnachteil sehe ich die fachliche Eignung für das entsprechende Gremium und mögliche Interessenskonflikte. Welche Erfahrungen bisher der Verein damit gemacht hat kann ich derzeit nicht beurteilen. In Erinnerung ist mir nur der Name des ehemaligen sächsischen Justizminister Mackenroth geblieben, der von 2010-2013 im Aufsichtsrat mitgewirkt hat.

    8. Die neuen Lizenzierungsrichtlinien der DFL berücksichtigen künftig die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien. Welche dieser Kriterien sollten für die SG Dynamo Dresden im Falle eines Wiederaufstiegs im Vordergrund stehen?

    Folgende Kriterien würde ich zunächst in den Vordergrund stellen.

    1. Clubführung & Organisation
      • Verankerung in der Satzung
      • Festlegung eines Nachhaltigkeitsverantwortlichen
    2. Umwelt-Ressourcen
      • Nachweis über schonenden Umgang mit Ressourcen
      • Nachweis einer Mobilität- und Verkehrsanalyse (Weiterführung des Open Data Camp 2021)
    3. Anspruchsgruppen
      • Durchführung einer Anspruchsgruppenanalyse

    9. Vor dem Hintergrund der Mietzuschüsse und der Stadionverträge, wie sollte die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden künftig ausgestaltet werden?

    Derzeit bewilligt der Stadtrat die Mietzuschüsse für das Stadion. Beim letzten Mal forderte der Stadtrat die intensive Aufarbeitung der Ausschreitungen rund um das Aufstiegsspiel am 16. Mai 21 im Großen Garten. Entsprechende Maßnahmen wurden seitens der GF eingeleitet. Die Zusammenarbeit zwischen Stadtratsmitgliedern (häufig wechselnd / unterschiedlichen Parteien), dem Sportbürgermeister/Sportminister und der Projektgesellschaft als Betreiber muss intensiviert werden. Es reicht möglicherweise nicht, dass dieses Thema ständig erst in den Blickpunkt gerückt wird, wenn Haushaltsverhandlungen anstehen. Hier muss möglicherweise eine Arbeitsgruppe seitens des Vereins mit Ausstattung von allseitigen Kompetenzen gebildet werden.

    10. Was sind die drei größten Problemfelder des Vereins? Skizziere kurz, wo Du entsprechende Lösungen siehst?

    Zunächst gibt es gute Ansätze, als Beispiel sei der Strategieplan des kaufmännischen GF „Dynamo2025+“ genannt. Hier geht es um wirtschaftliches Wachstum. Strategieplan oder sportliche Ausrichtung unseres Vereins – Fehlanzeige.

    Problemfeld: interne Kommunikation zwischen den Gremien, aber auch Kommunikation vom Verein gegenüber Fans
    Lösung: Koordinierung und Optimierung der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Vereinsgremien, der Geschäftsführung und den Fans des Vereins

    Problemfeld: unzureichende Bündelung von Ressourcen
    Lösung: Koordinierung der verschiedenen Vereinsprojekte in Zusammenarbeit mit den Interessenvertretern von Fans, Mitgliedern, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung mit dem Ziel einer zukunftsfähigen Vereinsentwicklung

    Problemfeld: unzureichende Kontaktpflege
    Lösung: Ansprechpartner für Verbände, Vereine und Organisationen, für Sponsoren und Vertragspartner, für die Landeshauptstadt Dresden, Polizei sowie Medien (Eindruck beide GF überlastet)

    weitere Problemfelder:

    • respektvoller Umgang miteinander,
    • Traditionspflege,
    • Konzepte zum Ausbau der bestehenden Fanarbeit,
    • Erschließung überregionaler Werbeträger,
    • Zusammenarbeit mit den Fußballverbänden auf unterschiedlichen Ebenen,
    • Überwachung Projekte zur Gewaltprävention unter Einbeziehung der Fans

    Zurück zur Übersicht der kandidierenden Mitglieder

  • Stefan Mehnert

    Stefan Mehnert

    1. Was sind Deine Beweggründe Dich zur AR-Wahl zu stellen und welchen speziellen Beitrag möchtest Du in den Aufsichtsrat einbringen?

    Ich bin 42 Jahre alt und 30 davon mit ganzem Herzen Dynamo-Fan. Für mich gibt es bezogen auf den Fußball nur die Sportgemeinschaft. Der Verein ist ein Fixpunkt in meinem Leben, deshalb bin ich schon über 15 Jahre Mitglied. Jetzt ist es für mich an der Zeit, etwas zurückzugeben. In meinem Job habe ich umfangreiche Erfahrungen gesammelt, die auch Dynamo nützen könnten. Dieses Knowhow soll zum nachhaltigen Erfolg – sportlich und wirtschaftlich – beitragen, damit wir unsere ureigene DNA behalten, aber dennoch zukunftsfähig bleiben. Meine beruflichen Schwerpunkte liegen in der Unternehmensführung, im Merchandising, Ticketing und in der Vermarktung. Besonders beim Thema Merchandising kann ich mit meiner Erfahrung dem Verein beim Prozess der Übernahme der SG Dynamo Dresden Merchandising GmbH beratend zur Seite stehen.

    2. Wie sollte der Aufsichtsrat aus Deiner Sicht die Geschäftsführung der SGD kontrollieren? Wo siehst Du Verbesserungsmöglichkeiten und welches unternehmerische Risiko sollten Geschäftsführer eingehen dürfen und welche nicht?

    Prinzipiell sollten die Kompetenzen der einzelnen Geschäftsführer erweitert werden (Stichworte: 100.000 Euro bzw. Laufzeit von Verträgen 2 Jahre), so dass Entscheidungen zum Vereinswohl und für den sportlichen Erfolg flexibler, schneller und effizienter getroffen werden können. Die konkrete Ausgestaltung ist hierbei – insbesondere auch im Hinblick auf unternehmerische Risiken – mit den relevanten Beteiligten in den Vereinsgremien abzustimmen und zu vereinbaren. Zur konkreten Kontrolle der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat kann ich momentan noch keine Aussagen treffen, da ich die entsprechenden Instrumente erst kennenlernen muss, um Optimierungspotentiale auszumachen.

    3. Viele Vereinsmitglieder sind sicherlich erstaunt, dass Du als Tour-Manager von Rammstein Zeit für den AR aufbringen willst und kannst, u.a. weil Du in Berlin lebst und arbeitest. Kannst Du uns dazu etwas mehr sagen und hast Du Dich darüber schon einmal mit unserem bisherigen AR-Mitglied Jürg Kasper ausgetauscht, welcher in Erfurt als Rechtsanwalt lebt und arbeitet?

    Klarstellend: Ich bin nicht der Tour-Manager, sondern einer von zwei Businessmanagern / Geschäftsführern der unterschiedlichsten Firmen der Band. Ich habe mich im Vorfeld meiner Kandidatur insbesondere zu diesem Thema mit einigen Mitgliedern des aktuellen Aufsichtsrates ausgetauscht, weil mir bewusst war, dass genau diese Frage vielen nach meiner Kandidatur als erstes in den Sinn kam. Der Arbeitsumfang ist bei den Gesprächen sehr deutlich aufgezeigt worden. Im Endeffekt bin ich fest davon überzeugt, dass ich die auf mich zukommende Verantwortung vollumfänglich wahrnehmen und mit meinen beruflichen Verpflichtungen in Einklang bringen kann.

    4. Welche Meinung hast du zu unserer heutigen Vereinsstruktur? Wo siehst Du Änderungsbedarf?

    Ich hatte in den vergangenen Jahren diverse Kontakte mit unterschiedlichen Funktionsträgern und Beteiligten der SG Dynamo Dresden geknüpft. Dadurch habe ich Einblicke in die Vereinsstrukturen erhalten können. Allerdings ermöglicht mir dieser erste Überblick bislang keine umfassende Meinungsbildung zu etwaigen strukturellen Verbesserungsmöglichkeiten. Grundsätzlich trete ich für eine ausgewogene Balance zwischen mitgliedergeführtem Traditionsverein und notwendiger unternehmerischer Power ein. Die Kombination daraus soll es uns ermöglichen, den gemeinsamen Traum von der Bundesliga mittelfristig in die Tat umzusetzen.

    5. Wie siehst Du die künftige sportliche Entwicklung unseres Vereins?

    Das Ziel Bundesliga sollte nicht aus den Augen verloren werden, damit der Traum vom 100. Europacup-Spiel lebendig bleibt. Ich verrate sicherlich kein Geheimnis, dass die sportliche Entwicklung unseres Vereins seit Jahren stagniert. Hierfür können einerseits strukturellen Defizite verantwortlich sein. Anderseits fehlen mir im Moment aber auch einfach Spieler, die gut genug, aber gleichzeitig auch Typen sind, die für Dynamo brennen, mit denen ich mich als Fan identifizieren kann, authentische Gesichter des Vereins. Daran müssen wir auf jeden Fall gemeinsam arbeiten.

    6. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn ein Großsponsor bei Dynamo einsteigen wollte?

    Zunächst würde ich mich darüber freuen, weil dies eine Bestätigung für den Verein ist und es trotz aller aktuellen Herausforderungen unsere enorme Strahlkraft zeigt, die uns für Großsponsoren interessant macht. Allerdings bin ich ein großer Fan wirtschaftlicher Unabhängigkeit und diese würde ich beim Einstieg eines Großsponsor gefährdet sehen. Deshalb wäre genau zu überlegen, ob und wie eine derartige Zusammenarbeit mit den Grundsätzen unseres Vereins vereinbar wäre.

    7. Welche Vorteile oder Nachteile siehst Du für den Verein, wenn Gremienmitglieder politisch aktiv sind bzw. für Parteien/Fraktionen arbeiten? Welche Erfahrungen hat der Verein Deiner Meinung nach bisher damit gemacht?

    Solange die politischen Ansichten bei der Vereinsarbeit außen vor Bleiben und die Tätigkeit für den Verein nicht politisch instrumentalisiert wird, habe ich damit kein Problem.

    8. Die neuen Lizenzierungsrichtlinien der DFL berücksichtigen künftig die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien. Welche dieser Kriterien sollten für die SG Dynamo Dresden im Falle eines Wiederaufstiegs im Vordergrund stehen?

    Generell sollte Nachhaltigkeit immer ein Thema für Dynamo sein, damit auch unsere Kinder und Enkel sowie alle folgenden Generationen ein lebenswertes Umfeld vorfinden. Auch in der 3. Liga können aus meiner Sicht bereits heute relativ unkompliziert einige Schritte zur Verbesserung der Nachhaltigkeit unseres Vereinslebens und der sportlichen Bereiche angeschoben werden (z.B. Mehrwegsystem in der Gastro, nachhaltige Mobilität, etc.). Auch hierbei möchte ich meine Erfahrungen einbringen. Bei Rammstein haben wir alle Prozesse im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien gemeinsam bewertet und umgehend Entscheidungen zur Umsetzung getroffen. Die Zielstellung war von vornherein klar: Was können wir zu morgen ohne Probleme ändern, um das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu rücken, und wie erreichen wir mittel- und langfristig die größtmöglichen Verbesserungen.

    9. Vor dem Hintergrund der Mietzuschüsse und der Stadionverträge, wie sollte die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden künftig ausgestaltet werden?

    Ich bin davon überzeugt, dass alle Beteiligten eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit wünschen. Nur das kann im Sinne der Stadt sowie des Vereins sein und daran sollte sich Dynamo bzw. der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung auch messen lassen.

    10. Was sind die drei größten Problemfelder des Vereins? Skizziere kurz, wo Du entsprechende Lösungen siehst?

    Um eine konkrete Einschätzung zu den Herausforderungen, deren Priorisierung und daraus resultierender Lösungsansätze vorzunehmen, bedarf es eines tieferen Einblicks in die Vereinsstrukturen bzw. das Innenleben des Vereins. Aus meiner externen Sicht als Fan sind die Herausforderungen nicht nur vielfältig, sondern bestehen teilweise seit Jahren und scheinen offensichtlich nicht weniger geworden zu sein, z.B. wirtschaftlicher Aufwand vs. sportlicher Erfolg, Stadionverträge, Vereinsimage, Vereinsheim und nicht zuletzt Nachhaltigkeit, um nur einige der Baustellen aufzuzeigen. Diesen Herausforderungen müssen wir uns gemeinsam stellen, gemeinsam an Lösungen arbeiten und diese schlussendlich auch im Einvernehmen aller Gremien und Beteiligten gemeinsam umsetzen.

    Zurück zur Übersicht der kandidierenden Mitglieder

  • Mathias Hille

    Mathias Hille

    1. Was sind Deine Beweggründe Dich zur AR-Wahl zu stellen und welchen speziellen Beitrag möchtest Du in den Aufsichtsrat einbringen?

    Ich bin Dresdner, selbst fußballerisch aktiv gewesen und seit meiner Kindheit Fan unseres Vereins. Durch meine langjährige Tätigkeit im Bankwesen konnte ich mir über einen langen Zeitraum entsprechendes Wissen zu finanzwirtschaftlichen Zusammenhängen aneignen. Dieses Wissen und meine beruflich erworbene Verhandlungsstärke möchte ich gern in den Aufsichtsrat einbringen.

    2. Wie sollte der Aufsichtsrat aus Deiner Sicht die Geschäftsführung der SGD kontrollieren? Wo siehst Du Verbesserungsmöglichkeiten?

    Die Kontrolle sollte weiterhin satzungsgemäß erfolgen. Verbesserungspotenzial sehe ich in der Kommunikation zwischen dem AR, den Gremien der Geschäftsführung und den weiteren beteiligten Projekt- und Fangemeinschaften.

    3. Du arbeitest im Finanzsektor bei der Deutschen Bank. Verfügst Du über Kenntnisse zu Management-Methoden zur Bewertung von Geschäftsprozessen und -ergebnissen, welche dem Verein weiterhelfen können?

    Managementmethoden, die Steuerung von Prozessen und Ergebnissen, und Monitoring unterscheiden sich meines Erachtens wesentlich im Vergleich eines mitgliederbestimmten Vereins und eines ausschließlich auf Ertrag orientierten Unternehmens. Dennoch sehe ich Möglichkeiten einer erfolgsorientierten Basis in den Verhandlungen mit den wirtschaftlich Beteiligten.

    4. Welche Meinung hast du zu unserer heutigen Vereinsstruktur? Wo siehst Du Änderungsbedarf?

    Unsere Vereinsstruktur auf der Grundlage einer mitgliederbestimmten Satzung hat sich in den letzten Jahren als erfolgreich beweisen können. Von daher sehe ich dort derzeit keine wesentlichen Veränderungsansätze. Potential sehe ich noch in der demokratischen Mitnahme aller Mitglieder bei der Abstimmung und Einbringung zu Entscheidungen.

    5. Wie siehst Du die künftige sportliche Entwicklung unseres Vereins?

    Auf Basis wirtschaftlicher Beständigkeit sehe ich unsere erste Mannschaft mittelfristig stabil in der zweiten Liga. Die Förderung von Nachwuchs und mittelfristige Vereinsbindung der so gewonnenen Talente spielt dabei eine, nach meinem Ermessen, wesentliche Rolle.

    6. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn ein Großsponsor bei Dynamo einsteigen wollte?

    In den Verhandlungen und Gesprächen mit Großsponsoren steht unsere Satzung und Vereinsstruktur als unverhandelbar im Mittelpunkt. Ausschließlich wirtschaftlichen Interessen und einem damit verbundenen einseitigen Mitspracherecht zur Entwicklung unseres Vereins werde ich entschieden entgegentreten.

    7. Welche Vorteile oder Nachteile siehst Du für den Verein, wenn Gremienmitglieder politisch aktiv sind bzw. für Parteien/Fraktionen arbeiten? Welche Erfahrungen hat der Verein Deiner Meinung nach bisher damit gemacht?

    Politik und Sport sollten strikt getrennt werden, dennoch steht es jedem Mitglied frei sich politisch- außerhalb seiner Vereinstätigkeit- zu betätigen. Der bisherige Umgang mit diesem Prinzip hat sich auch in unserem Verein bewährt.

    8. Die neuen Lizenzierungsrichtlinien der DFL berücksichtigen künftig die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien. Welche dieser Kriterien sollten für die SG Dynamo Dresden im Falle eines Wiederaufstiegs im Vordergrund stehen?

    Die Auditierung der Nachhaltigkeitskriterien für die erste und zweite Bundesliga erfolgt konkret und laut Beschluss im Lizenzierungsverfahren 2023/2024 durch die DFL; daher sind derzeit noch keine konkreten Aussagen für uns möglich. Zur Vorbereitung darauf sollte dennoch schon jetzt geprüft werden, wo betriebliches Sparpotential bei Energieverbrauch liegt und ressourcenschonender und nachhaltiger Materialeinsatz möglich ist.

    9. Vor dem Hintergrund der Mietzuschüsse und der Stadionverträge, wie sollte die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden künftig ausgestaltet werden?

    Grundsätzlich liegt es im Interesse beider Parteien zu einem konstruktiven Miteinander.  Von daher sollte das Verhältnis zur Stadt pragmatisch, kommunikativ und partnerschaftlich gestaltet werden. Im Mittelpunkt der Gespräche sollte der gegenseitige Vorteil und Mehrwert für beide Partner stehen. Auch hier sehe ich für mich, in meiner Tätigkeit als Aufsichtsrat, Potential.

    10. Was sind die drei größten Problemfelder des Vereins? Skizziere kurz, wo Du entsprechende Lösungen siehst?

    Die 3 größten Problemfelder des Vereins:

    1. das bundesweite Vereinsimage als gewalttätiger Ostverein
    2. die aktuell bevorstehenden wirtschaftlichen Herausforderungen (Energiekrise/ regionale Rezession/ Insolvenzen=> Sponsoringausfälle)
    3. die aktuelle sportliche Entwicklung der ersten Mannschaft.

    Lösungsansätze:

    1. Verhinderung von vereinsschädigenden Anlässen wie Randale und Gewalt
    2. Verbreiterung der Mitgliederbasis als stabile und berechenbare Einnahme
    3. die Verantwortung dafür unterliegt dem satzungsgemäß bestimmten Personenkreis

    Zurück zur Übersicht der kandidierenden Mitglieder

  • Lars Mai

    Lars Mai

    1. Was sind Deine Beweggründe Dich zur AR-Wahl zu stellen und welchen speziellen Beitrag möchtest Du in den Aufsichtsrat einbringen?

    Meine Beweggründe sind genau die, die ich auch schon in der Bewerbung für den Verein genannt hatte. Es gibt seit den Rücktritten und dem Ausscheiden von Mitgliedern des AR, der an der Entschuldung gearbeitet hat, keine sportlichen und geschäftlichen Entwicklungen. Ich weiß wieviel Arbeit es macht in unserem Verein etwas zu bewegen, wie man sich kontrovers streitet und in der Sache trotzdem wieder in Arbeitsgruppen zusammenkommt, um den Verein nach vorn zu bringen. Einbringen kann ich meine Erfahrung im Verein, meine Kontakte im Fußball die mir auch helfen Verpflichtungen und sportliche Entscheidungen einzuordnen und meinen Kontakt zu Fans und Sponsoren, welche mir helfen nach unserem Motto „Im Herzen vereint“ für die SGD zu handeln.

    2. Wie sollte der Aufsichtsrat aus Deiner Sicht die Geschäftsführung der SGD kontrollieren? Wo siehst Du Verbesserungsmöglichkeiten?

    Die Kontrolle ist hier sehr vielfältig und muss auch immer im Rahmen unsererSatzung geschehen. Entscheidend ist, dass man die richtigen Fragen stellt zum Tagesgeschäft und kurzfristige Ziele definiert und überprüft bzw. eine langfristige Strategie nicht aus den Augen verliert. Hierbei sollte es Arbeitsgruppen von AR Mitgliedern geben, die sich nach ihrer Erfahrung und Ausbildung definieren und dann zu bestimmten Themen wie Sport, Stadt, Recht, Bilanz etc. sich einarbeiten und den Überblick behalten. Gerade diese Spezialisierungen sehe ich im Moment nicht. Dadurch ist es sehr schwer mi Ehrenamt hauptamtlichen Geschäftsführern auf Augenhöhe zu begegnen.

    3. Du bist schon länger im Vereinsumfeld aktiv und warst auch schon Aufsichtsrat von 2013 bis zu Deinem Rücktritt im September 2017. Auch andere ehemalige zurückgetretene Gremienmitglieder streben immer mal wieder Wahlämter oder Kooptierungen im Verein an. Woher kommt der Antrieb, und vor allem woher kommt der Glaube, dass man erneut gewählt wird?

    Das ist wirklich eine gute Frage, da in dieser verantwortlichen Position für unseren Verein, das private Umfeld stimmen muss. Der Antrieb ist unser Verein in meiner Heimatstadt. Der Kontakt zum Verein ist trotz der Erkrankung meiner Frau und ihrem Tod vor zwei Jahren nie abgebrochen. Ich denke auch die ein oder andere Anfrage, konnte ich zum Nutzen des Vereins beantworten. Ich stelle mich mit meiner Person zur Wahl und da ist das Gefühl im AR, Jugend- und Elternrat viel richtig gemacht zu haben.

    4. Welche Meinung hast du zu unserer heutigen Vereinsstruktur? Wo siehst Du Änderungsbedarf?

    Die Vereinsstruktur hat sich in vielen Positionen bewährt und über viele Jahre hat sie durch die Mitgliederversammlungen einen besonderen Feinschliff bekommen. Trotzdem kann man sich immer wieder Fragen stellen und Vorschläge anhören. Der Änderungsbedarf wird dann durch die Mitglieder bestimmt, die wie die gesamte Fangemeinschaft ein überzeugendes Gespür dafür haben, Sachargumenten zu folgen und Änderungen zu beschließen.

    5. Wie siehst Du die künftige sportliche Entwicklung unseres Vereins?

    Ich könnte jetzt hier davon schwelgen, dass wir bald im Europapokal spielen. Tatsache ist, dass wir mit einem zweistelligem Millionenbetrag für die erste Mannschaft nur im Mittelfeld rumdümpeln. Der Nachwuchs mit Nationalspielern mit geringem Etat unter den Top-Mannschaften der Junioren-Bundesliga spielt, aber 32 Profispieler ihnen vorgesetzt werden! Hier sollte eine andere Entwicklung ansetzen, die beim sportlichen Gesamtkonzept beginnt und die Kontrolle des AR erfordert. Dann ist es bei einer kontinuierlichen Linie bestimmt möglich, solche Erfolge in einem überschaubarem Zeitraum wie Union Berlin zu erzielen.

    6. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn ein Großsponsor bei Dynamo einsteigen wollte?

    Hier ist die Frage -was ist ein Großsponsor? Wegen ein Paar Millionen unseren Verein verändern niemals! Mit einem wirklichen Großsponsor der unsere Identität akzeptiert und vielleicht als erstes das Stadion kauft und in Vereinsvermögen überführen will, sollte man reden – nicht Einzelne sondern alle und beschließen muss die Mitgliederversammlung!

    7. Welche Vorteile oder Nachteile siehst Du für den Verein, wenn Gremienmitglieder politisch aktiv sind bzw. für Parteien/Fraktionen arbeiten? Welche Erfahrungen hat der Verein Deiner Meinung nach bisher damit gemacht?

    Wenn die Gremien Mitglieder Erfahrungen und Kontakte zum Wohle des Vereins nutzen können, sollte uns das helfen. Bitteschön immer unter dem Compliance Gedanken!

    8. Die neuen Lizenzierungsrichtlinien der DFL berücksichtigen künftig die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien. Welche dieser Kriterien sollten für die SG Dynamo Dresden im Falle eines Wiederaufstiegs im Vordergrund stehen?

    Erst einmal ist zu schauen, was sinnvoll und wirtschaftlich machbar ist. Auch hier sollten wir guten Kontakt zu den Gremien des DFB herstellen und dann zuerst darauf drängen, dass Lizenzierungen wie Uerdingen und Türkgücü nicht passieren oder solche Ungleichgewichte wie bei Kaiserslautern passieren, dass man in der dritten Liga in Insolvenz geht, aber Spieler mit Sonderprämien von über 100.000 € lockt.

    9. Vor dem Hintergrund der Mietzuschüsse und der Stadionverträge, wie sollte die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden künftig ausgestaltet werden?

    Die Zusammenarbeit muss ehrlich und auf Augenhöhe stattfinden. Ich habe die Zeit erlebt, als die Stadt uns einen Beigeordneten zum Tagesgeschäft geschickt hat, weil kein Vertrauen da war. Das darf nicht passieren. Genauso muss die Stadt wissen, dass wir direkte und indirekte Arbeitsplätze in derStadt schaffen und die Spezialimmobilie Stadion mit Leben füllen. Also auf Augenhöhe mit Geschäftsführern und im Vertrauen arbeiten!

    10. Was sind die drei größten Problemfelder des Vereins? Skizziere kurz, wo Du entsprechende Lösungen siehst?

    Das größte Problem ist die Investition in die erste Mannschaft und deren sportliche Entwicklung. Darüber hinaus gibt es die Stadion-Problematik, Standort und Entwicklung der Geschäftsstelle, Einbindung des Nachwuchses, etc. Wenn ich für alles die Lösung direkt hätte, sollte ich mich als Geschäftsführer bewerben. Ich kann mithelfen Lösungsansätze zu finden und werde nichts unversucht lassen dem Verein zu helfen. Aber gerechterweise muss ich, wenn ich gewählt werden sollte, den genauen Ist-Zustand und die Ressourcen prüfen und dann gemeinsam mit den Kollegen entscheiden, was das beste sein wird! Dazu habe ich aus der Vergangenheit viel Erfahrung, was ich hier mit nutzen kann.

    Zurück zur Übersicht der kandidierenden Mitglieder

  • Matthias Döschner

    Matthias Döschner

    1. Was sind deine Beweggründe Dich als ehemaliger Aktiver zur AR – Wahl zu stellen und welchen speziellen Beitrag möchtest Du in den Aufsichtsrat einbringen?

    In erster Linie, weil mein Herz, nach wie vor an diesem Traditionsverein hängt. Weil ich meinen Beitrag dazu bringen möchte, dass nicht nur die Fans unsere traditionellen Werte, wie Leidenschaft, Engagement, Einheit und Gemeinschaft leben, sondern dass diese Werte auch von der aktuellen Mannschaft, dem Trainerstab und dem Präsidium gelebt werden. Ich werde meine Kraft und Energie dafür einsetzen, dass mehr ehemalige verdienstvolle Spieler unseres Vereins, wie es z. B. bei Bayern München oder Borussia Dortmund gang und gäbe ist, die Möglichkeit bekommen, sich wirkungsvoll in unserem Verein zu etablieren.

    2. Wie sollte der Aufsichtsrat aus deiner Sicht die Geschäftsführung der SGD kontrollieren? Wo siehst Du Verbesserungsmöglichkeiten?

    Vornweg. Ich denke das die Geschäftsführung mit Herrn Jürgen Wehland und Ralf Becker auch nur das Beste für unseren Verein möchte, dass Sie ja im Angestelltenverhältnis sind und fast tagtäglich abgerechnet werden. Ein Verein ist nur erfolgreich, wenn das komplette Rad funktioniert und ineinandergreift (siehe die Entwicklung von Union Berlin). Ich sehe Verbesserungsmöglichkeiten der beiden Geschäftsführer, die aus meiner Sicht aneinander vorbei arbeiten. Deshalb sollte mehr Einfluss auf die Einkaufspolitik genommen werden. Es stehen 35 Spieler und 3 Co- Trainer auf der Gehaltsliste. Ich kann das Wirtschaftlich nicht nachvollziehen.

    3. Als Linksaußen hast Du bis 1990 unsere Farben würdevoll vertreten. Was würdest du der heutigen Mannschaft mit auf dem Weg geben wollen?

    Da auch viele jüngere Fans die schwarz/gelben Farben hochhalten, kurze Info. Ich war in der glücklichen Lage damals auf jeder Position zu spielen außer im Tor. Eigentlich habe ich im Nachwuchs immer Linksverteidiger gespielt, bis mich 1976 Walter Fritzsch zum Stürmer machte. Trainer Klaus Sammer machte mich dann 1984 wieder zum Linksverteidiger. Ich habe mich auch als Linksverteidiger 1990 mit Meister und Pokalsieger von Dynamo verabschiedet.

    Natürlich ist das heute eine andere Zeit wie damals. Aber, wenn Du erfolgreich sein willst, musst Du im Training die Grundlage dafür legen um in den wichtigen spielen erfolgreich zu sein. Wir trainieren aus meiner Sicht viel zu wenig, Zweikampfverhalten ist so gut wie nie auf der Tagesordnung. Ich vermisse momentan auf dem Platz den WILLEN für Dynamo alles zu geben, sich mal regelrecht den ARSCH aufzureißen. Ich habe in dieser Saison noch nicht einen Spieler gesehen der völlig erschöpft vom Platz genommen werden musste.

    4. Welche Meinung hast Du zu unserer heutigen Vereinsstruktur? Wo siehst Du Änderungsbedarf?

    Wenn Du als Verein erfolgreich sein willst, brauchst Du eine Fussballstruktur mit Konkurrenzkampf. Dieser Konkurrenzkampf bleibt momentan aus, weil die meisten Spieler ja schon mit Liga 3 zufrieden sind und fürs nichts tun mehr als gut bezahlt werden. Änderungsbedarf sehe ich daran, dass wieder eine 2. Mannschaft unsere Farben trägt. Wir haben viele Spieler, die nur trainieren und keinen Wettkampf haben. Vereine wie Freiburg machen es uns vor, wie wichtig eine Ausbildungsmannschaft ist.

    5. Wie siehst Du die sportliche Entwicklung unseres Vereins?

    Obwohl die Leistung der Mannschaft momentan unterirdisch ist, sollte dem Trainer Markus Anfang erst einmal zwei Saisons Zeit gegeben werden, die Truppe zu formen. Es herrscht in dieser Mannschaft keine Hierarchie. Die Fehler der einzelnen Spieler werden nicht schonungslos aufgedeckt. Die Spieler untereinander sagen sich nicht die Meinung. WIR haben in der Mannschaft momentan kein LEADER der die Anderen mitzieht. Trotzdem muss Dynamo den Anspruch haben, so schnell wie möglich wieder 2. Liga zu spielen, weil es auch eine finanzielle Angelegenheit ist. Es kann nicht sein und darf auf Dauer nicht sein, dass nur unsere Fans ERSTKLASSIG sind.

    6. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn ein Großsponsor bei Dynamo einsteigen wollte?

    Ich würde das sehr begrüßen, solange der Name DYNAMO bleibt und das Geld gut angelegt wird. Aber Sponsoren kommen zum Größten Teil nur, wenn die Leistung auf dem Platz stimmt. Bei dauerhafter 3. Liga wirst Du kaum einen neuen Sponsor dazu gewinnen, weil die Konkurrenz in Dresden unheimlich groß ist. DSC-Volleyball 1. Liga, HC Elbflorenz Dresden 2. Liga, Dresdner Eislöwen 2. Liga, um nur Einige zu nennen, haben einen Zulauf an Sponsoren.

    7. Welche Vorteile oder Nachteile siehst Du für den Verein, wenn Gremienmitglieder politisch aktiv sind bzw. für Parteien/ Fraktionen arbeiten? Welche Erfahrungen hat der Verein deiner Meinung nach, bisher damit gemacht?

    Ich bin unpolitisch und gehöre auch keiner Partei an, habe aber trotzdem meine Meinung. Aus meiner Sicht sollte das für die Arbeit im Gremium keine Bedeutung haben.

    8. Die neuen Lizenzierungsrichtlinien der DFL berücksichtigen die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien. Welche dieser Kriterien sollte im Falle eines Wiederaufstiegs im Vordergrund stehen?

    Das Thema Nachhaltigkeit ist ein endloses Thema, was aus meiner Sicht völlig überbewertet wird und letztendlich nie realistisch bewertbar ist. An Ordnung und Sauberkeit im und am Stadion sollten sich alle FANS beteiligen. Natürlich wollen wir alle unseren Teil zum Klima bringen, aber vernünftig.

    9. Vor dem Hintergrund der Mietzuschüsse und der Stadionverträge, wie sollte die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden künftig ausgestaltet werden?

    Ich weiß, dass Jens Heinig und Dr. Jürg Kasper bis jetzt gute Arbeit gemacht haben. Es gibt da auch einen konkreten Ablaufplan, die Zusammenarbeit zu verinnerlichen.

    10. Was sind die drei größten Problemfelder des Vereins?

    Erstens das ist unsere Außendarstellung (randalierende Fans, Zerschlagung z. B. von Kiosk u. Toilettenhäuschen) machen die gute Arbeit vieler Fans kaputt und die Presse stürzt sich drauf. Zweitens die typische Dresdner Spielphilosophie, Fußball spielen und kämpfen, wird von den Fans angenommen, momentan nur Bolzen und Lustlosigkeit. Drittens, Spieler ohne HERZ und WILLEN.

    Zurück zur Übersicht der kandidierenden Mitglieder

  • Michael Ziegenbalg

    Michael Ziegenbalg

    1. Was sind Deine Beweggründe Dich wieder zur AR-Wahl zu stellen und welchen speziellen Beitrag möchtest Du in den Aufsichtsrat einbringen?

    Ich möchte weiterhin mit Leidenschaft, Verantwortung übernehmen und somit mein Mitbestimmungsrecht als Mitglied wahrnehmen. Weiterhin macht es mir Spaß und es ist für mich eine Ehre ehrenamtlich für meine Herzensverein tätig zu sein. Weiterhin möchte ich vor allem meine Zeit und mein Engagement einbringen. Damit meine ich, dass ich das Amt nicht nur halbherzig mit halber Kraft ausführen möchte, sondern mit vollem Bewusstsein und vollem Einsatz für die SGD. So wie bisher auch.

    2. Was kann bzw. muss der Aufsichtsrat Deiner Meinung nach an seiner Arbeit verändern, um seiner Kontroll- und Überwachungsfunktion noch besser gerecht zu werden?

    Wir müssen weiterhin bei einer regelmäßigen Aufsichtsratssitzung bleiben. Wir müssen uns weiterhin Informationen, die wir nicht automatisch von GF-Seite erhalten einfordern. Corona hat uns gezeigt, dass wir schnell zu Videokonferenzen oder Telefonkonferenzen zusammen kommen können und uns dort austauschen können. Dies ist für manche Themen vorab sehr wichtig und gut. Meist reicht die AR-Sitzung für einen ausgedehnten Austausch bei der Fülle an zu besprechenden Themen nicht aus. Weiterhin müssen wir auch als Gremium insgesamt besser absprechen und informieren, wenn jemand etwas bespricht, was den kompletten AR betrifft. Dazu wollen wir bzw. soll der neugewählte AR schnellstmöglich zu einer Klausurtagung zusammenfinden. Sollte ich wiedergewählt werden, so wird das mein erstes Thema werden, dies zu forcieren und zu organisieren.

    3. Welche Ämter begleitest Du noch außerberuflich?

    Bis auf Mitglied im Förderverein der Schule meiner Tochter begleite ich keine weiteren Ämter.

    4. Welche Meinung hast du zu unserer Vereinsstruktur? Wo siehst Du Änderungsbedarf?

    Unsere Vereinsstruktur als solches ist ein schützenswertes Gut. Das sehen wir bei vielen Vereinen, welche ausgegliedert haben und dies nicht erfolgreich war. Ich bleibe weiterhin beim festen Standpunkt, dass wir unsere Vereinsstruktur als eingetragener Verein beibehalten sollten. Auch mit der Struktur als e.V. kann man langfristig erfolgreich sein. Bestes Beispiel ist hier doch der SC Freiburg.

    5. Wie siehst Du die künftige sportliche Entwicklung unseres Vereins?

    Gute Frage und zum jetzigen Stand schwer zu beantworten. Wir haben einen Traum, aber dieser Traum ist aktuell schon echt in weite Ferne gerückt und dieses Bewusstsein müssen wir uns endlich allesamt in der Sportgemeinschaft bewusst werden. Aktuell sind wir Drittligist und wir tun gut daran, uns mit einem Aufstieg und einer Etablierung in Liga 2 zufrieden zu geben. Wir brauchen dringend eine Kontinuität im sportlichen Bereich. Wir müssen es schaffen, dass Spieler, die aus dem Nachwuchs kommen oder als junge entwicklungsfähige Spieler geholt werden, weiterentwickelt werden, weiter gefördert werden. Hier habe ich manchmal Bauchschmerzen, wenn ich sehe, wie Spieler bei uns agieren und wie sie dann plötzlich bei einem anderen Verein nach einem Wechsel agieren. Da ist dringend Aufholbedarf. Denn wir müssen es schaffen die vielen Top-Talente, die wir haben, nach oben zu bringen und was gibt es schöneres, als das es mal ein bei Dynamo ausgebildeter Spieler zu einem der größten Vereine schafft.

    6. Wie würdest Du Dich verhalten, wenn ein Großsponsor bei Dynamo einsteigen wollte?

    Die Frage ist ja, was ist für euch ein Großsponsor? Ich finde wir haben bereits jetzt schon für unsere Verhältnisse „Großsponsoren“. Damit meine ich Unternehmen, die der SGD sehr viel Geld sponsorn. Dies ist eminent wichtig und wir müssen dort einfach auch dankbar sein als Verein, dass es diese Unternehmen gibt. Wenn ihr jetzt Großsponsoren meint, die den Verein „übernehmen“ wollen, dann stehe ich für so etwas nicht zu Verfügung. Aber ansonsten muss jedes Sponsorenengagement genau geprüft werden.

    7. Welche Vorteile oder Nachteile siehst Du aufgrund Deines Standpunktes, wenn Gremienmitglieder politisch aktiv sind bzw. für Parteien arbeiten? Welche Erfahrungen hat der Verein bisher damit gemacht?

    Bisher hat der Verein damit selten gute Erfahrung gemacht und die Erwartungen konnten mehrmals nicht erfüllt werden. Mir ist im Grunde genommen auch egal, welches Amt oder welchen Beruf meine Mitstreiter im AR ausüben. Wichtig ist doch am Ende, dass sie ein Mehrwert für den AR und damit für die SGD sind. Und solange immer das Wohl des Vereins und nicht meine Einzelmeinung im Vordergrund steht, ist doch alles in Ordnung. Hoffnung hatte ich immer in die Kandidaten aus der Politik, um einfach diese wichtige Verbindung in die ansässige Politik zu haben. Meist haben es die amtierenden Politiker doch nur für die Visitenkarte oder den Lebenslauf genutzt AR bei der SGD zu sein. Und bei der Fülle an Arbeit brauchen wir so etwas im Gremium leider nicht, sondern wir brauchen vor allem Arbeiter und Verantwortungsübernehmer.

    8. Die neuen Lizenzierungsrichtlinien der DFL berücksichtigen künftig die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien. Welche dieser Kriterien sollten für die SG Dynamo Dresden im Falle eines Wiederaufstiegs im Vordergrund stehen?

    Ja, das Thema Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema und in aller Munde. Der Fußball kann dort auch und muss auch seinen Beitrag dazu leisten. Wie das konkret aussehen kann, kann ich Stand jetzt nicht sagen, denn wenn man bedenkt, dass es allein für das Thema Fernsehgelder einen Haufen unterschiedlicher Anstoßzeiten gibt, dadurch Flutlicht betrieben werden muss, als einfachstes Beispiel, dann ist die Frage wo das Thema Nachhaltigkeit überhaupt anfängt. Aber allein die Energiekrise gibt uns ja schon den Auftrag zu schauen, wo kann ich Ressourcen einsparen. Und das Thema Digitalisierung ist unser Verein ja bereits auch schon angegangen.

    9. Vor dem Hintergrund der Mietzuschüsse und der Stadionverträge, wie sollte die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden künftig ausgestaltet werden?

    Wir benötigen eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Eine Zusammenarbeit, wo wir als SGD nicht immer das Gefühl haben, „hinterherrennen“ zu müssen. Und am Ende muss man auch sagen Dynamo ist Dresden, Dresden ist Dynamo, es ist unsere Heimatstadt und deshalb ist es für uns als großer Verein wichtig, ein gutes und ausgewogenes Verhältnisse mit der Landeshauptstadt zu haben. Hier kann man auch auf Frage 7 zurückgehen. Dies war immer der Wunsch, wenn ein Politiker im Gremium ist, dieses Standing in der Landeshauptstadt zu haben, aufzubauen bzw. zu erweitern. Wir sind ein wichtiger Partner unserer Stadt und das müssen und sollten alle erkennen.

    10. Was sind die drei größten Problemfelder des Vereins? Skizziere kurz, wo Du entsprechende Lösungen siehst?

    Stand jetzt ist das größte Problemfeld sicherlich der Sport, hier verweise ich gern auf die Frage 5. Wir müssen es endlich schaffen uns zu etablieren, zu entwickeln und eine nachhaltige Strategie für unseren Fußball zu haben. Wie dieser Lösungsweg aussehen kann, kann ich euch nicht sagen, wir können nur immer wieder versuchen, an allen Stellen zu justieren und damit Möglichkeiten zu schaffen.

    Problemfeld 2 ist ganz klar die räumliche Trennung der Dynamoländer. Wir brauchen unbedingt zur Vernetzung aller Mitarbeiter ein räumlich näheres Umfeld für die Mitarbeiter aus dem kaufmännischen als auch aus dem sportlichen Bereich. Durch den Bau der WFA ist hier automatisch eine Trennung entstanden, welche nicht gut ist und auch für das Gemeinschaftsgefühl nicht förderlich ist. Hier muss die GF weiterhin das Ziel verfolgen und Lösungsvorschläge vorlegen, wie wir die Dynamoländer zusammenführen können.

    Weiteres Problemfeld, was wir aktuell haben, ist, dass uns identitätsstiftende Maßnahmen fehlen. Das Stadionerlebnis hat sich verändert, die Zuschauerzahlen sind im Keller und sind wir mal ehrlich, die Unattraktivität der aktuellen Liga mag eine Erklärung sein, aber ist dann wohl eher eine Ausrede, wenn man bedenkt, dass es den Dynamofans doch immer egal war, gegen wen man gespielt hat. Sie waren da, haben ihren Verein angefeuert und standen für ihn ein. Heute bleibt man eher zuhause und das Stadion bleibt verwaist.

    Zurück zur Übersicht der kandidierenden Mitglieder