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  • Saisonvorschau 2021/2022 – Dynamos neue Spielweise #2

    Saisonvorschau 2021/2022 – Dynamos neue Spielweise #2

    Nachdem wir gestern den Einstieg in Dynamos neue Herangehensweise unter Schmidt gewagt haben, soll es nach der Defensive und dem Konterspiel nun um den Dresdner Ballbesitz und die entgegengesetzte Umschaltbewegung gehen. Hier sind weitere strategisch-taktische Beobachtungen.

    Offensive

    Normalerweise liegt der strategische Fokus der SGD nicht auf einem ruhigen Ballbesitzspiel. Kontert man aber mal nicht direkt in die Tiefe, sondern hält den Ball etwas länger als gewohnt, wurden auch schon einige Ideen ersichtlich. 

    Grundsätzlich ist in dieser Hinsicht erst einmal festzuhalten, dass auch in dieser Spielphase das Prinzip der engen und kompakten Struktur gilt, was Kombinationen erleichtern soll. Auch der Grundsatz Aktivität und Progressivität bleibt bestehen. Das heißt, es soll nicht im Tiki-Taka-Style 80% Ballbesitz in tiefen Zonen gesammelt, sondern nach kontrolliertem Aufbau trotzdem schnell Torgefahr erzeugt werden.

    Im Spielaufbau ließen sich bisher einige Muster erkennen. Zunächst wird ersichtlich, dass der lange Ball keine verschmähte Option unter Schmidt ist. Das Gute ist: Diese werden gut vorbereitet. Eine Möglichkeit, gerade wenn der Gegner hoch presst, ist ein direkter Chipball auf einen Stürmer und der darauffolgende Kampf um den zweiten Ball. Dafür ziehen sich Dynamos Mittelfeld und Sturm noch enger zusammen als sie sowieso schon sind und versuchen so, denn Ball zu behalten. 

    Bisher kam dies jedoch eher selten vor. Vielmehr konnte Dynamo bisher über weite Strecken auch in höheren Zonen in Ruhe das Spiel aufbauen. Dabei befindet man sich je nach Situation, Gegner und Personal in einer 32- bzw. 23-Aufbaustruktur. Bei letzterem, also einer 4er-Kette, bezieht man meist auch den Torwart mit ein, der entweder eine seitliche Rückpassoption in Drucksituationen anbietet oder zwischen die Innenverteidiger aufrückt.

    Spielaufbau – 32-Struktur.
    Spielaufbau – 23-Struktur mit aufrückendem Torwart.
    Beispielhafte Spielaufbauszene, in der der Torwart mit seiner seitlichen Positionierung als Anspielstation helfen kann.

    Währenddessen binden die beiden Stürmer die generische Abwehrkette durch ihre Positionierung zwischen Innen- und Außenverteidiger. Dynamos Außenverteidiger bewegen sich maximal breit, um den Gegner auseinanderzuziehen (auch wenn sie bei der Chancenerarbeitung im letzten Drittel situativ eher nach dem Prinzip der minimalen Breite agieren). Aus dieser Struktur heraus ergaben sich einige interessante Aufbau- bzw. Übergangskombinationen:

    Das klassische Steil-Klatsch-Tief: Ein Stürmer oder Zehner kippt in den Halbraum ab (und zieht ggf. den Gegenspieler mit sich) und erhält dort einen vertikalen linienbrechenden Pass des breiten Innenverteidigers. Entweder kann er nun direkt aufdrehen oder den Ball klatschen lassen auf den ballnahen Achter. Daraufhin starten beide Stürmer sofort zwischen Innen- und Außenverteidiger in die entstandenen Räume in der Tiefe, sodass sie direkt wieder über einen Steilpass gefunden werden können. 

    Das klassische Steil-Klatsch-Tief über gegenläufige Bewegung der beiden Stürmer.
    Das klassische Steil-Klatsch-Tief #2. Auch mit einem fallenden Zehner hat das Dynamo schon gemacht.

    Überladung und direkte Tiefe oder Verlagerung: Dynamo überläd eine Seite und startet zunächst mit ruhigen Kombinationen zwischen Innen-, Außenverteidiger und Achter, um den gegnerischen Außenverteidiger herauszulocken. Den Raum dahinter versucht dann der Stürmer durch einen diagonalen Tiefenlauf zu bespielen. Nun schickt man entweder eben jenen Stürmer in die Tiefe oder verlagert das Spiel auf die ballferne Seite, wo der eigene Außenverteidiger durch die Verschiebebewegungen des Gegners auf die ballnahe Seite viel Platz haben sollte, um dynamisch anzudribbeln, ins 1v1 oder die Tiefe zu gehen oder sogar Flanken zu schlagen.

    Tiefe Kombination auf der überladenen Seite, darauf folgt der Tiefenball.
    2. Möglichkeit: Tiefe Kombination auf der überladenen Seite, dadurch Anlocken des Gegners und folgendes Verlagern in freien Raum.

    Überladung und direkte Tiefe, aber anders: Ähnlich wie Muster 2 funktioniert folgendes: Bei kleinteiliger Kombination auf der überladenen Seite kippt Dynamos Achter seitlich in den Außenverteidigerraum. Dieser wiederum schiebt hoch, teils bis an die letzte Linie, um den gegnerischen Außenverteidiger zurückzudrängen und so Raum zwischen den Linien zu öffnen, in den sich dann der ballnahe Stürmer oder Zehner fallen lassen kann. Dieser kann dann von dort aus aufdrehen oder den Ball wieder klatschen lassen. Auch hier ist zudem eine Verlagerung auf die verwaiste ballnahe Seite möglich.  

    Übergangskombination aus der Raute mit herauskippender Acht.

    Fand man dabei keine kurze Kombinationsmöglichkeit, kam auch hier der lange Chipball zum Einsatz. Meist vom Außenverteidiger an der Mittellinie, teils auch von den Innenverteidigern oder Sechsern, versucht Dynamo die Tiefenläufe der offensiven Akteure anzuvisieren. Startet ein Stürmer diagonal in die Tiefe, versucht man durchaus mal, ihn mit einem langen Ball direkt vor das Tor zu bringen. Auch die Achter starten manchmal solch einen Versuch, der in der folgenden Grafik zu erkennen ist. Während auf der überladenen Seite kombiniert wird, lässt sich ein Stürmer tief in den Halbraum fallen und versucht dabei, den gegnerischen Innenverteidiger aus der letzten Linie herauszulocken. In den dahinter entstehenden Raum versucht dann der Achter aus der Tiefe heraus zu starten, um so ohne direkten Gegenspieler vor das Tor zu gelangen. 

    Übergangskombination über Tiefenlauf der Acht hinter den ballnahen Innenverteidiger.

    Am Ende galt es so ins letzte Drittel zu kommen, über die Tiefenläufe hinter die letzte Kette des Gegners zu gelangen und dann von dort aus flache Cut-Back-Flanken in den Rückraum auf die in den Strafraum nach- bzw. einrückenden Offensivspieler und Außenverteidiger zu spielen. Gelingt der Durchbruch zur Grundlinie nicht, spielt man teils auch direkte Halbfeldflanken aus der Dynamik heraus, die mithilfe einer quantitativ guten Strafraumbesetzung in Torgefahr umgewandelt werden sollen.

    Chancenerarbeitung im letzten Drittel über Cut-Back-Flanken.
    Chancenerarbeitung im letzten Drittel über hohe Flanken aus der Dynamik.

    Manchmal hilft es auch, flexibel während des eigenen Ballbesitzes, die Grundordnung zu wechseln, um neue Räume zu öffnen und den Gegner durcheinanderzubringen. So hat Dynamo auch schon einige Male während eigenen Ballbesitzes zwischen 4er- und 3er-Kette gewechselt. Wie gesagt, dabei verändern sich nur strukturelle Details. Manchmal reichen jene aber aus, um den Spielaufbau und das Übergangsspiel erfolgreicher zu gestalten. 

    Bei einer Raute hat man beispielsweise aufgrund der Spieleranzahlverhältnisse meist mehr Zentrumskontrolle und kann die Achter etwas befreien, die ggf. höher und breiter in den Halbraum schieben und dort eine weitere Anspielstation bieten können. Wenn der Gegner das Zentrum verdichtet, aber dort etwas Raum lässt, kann das also eine Waffe sein. Auf der anderen Seite erreicht man die Halbräume mit einer 3er-Kette meist über andribbelnde Bewegungen der Halbverteidiger. Verfolgt der Gegner Dynamos Achter also beispielsweise mannorientiert, können die sich in einer 32-Struktur zentraler zusammenziehen, um so Raum für die Verteidiger zu öffnen.

    Übergangsspiel – Freie Achter als Vorteil einer Raute gegen raumorientierte Gegner.
    Übergangsspiel – Mögliche Andribbelbewegungen als Vorteil einer 3er-Kette gegen einen mannorientierten Gegner.

    Bei Dynamo gibt es in dieser Hinsicht zwei Möglichkeiten des Strukturwechsels. Zunächst kann der zentrale Innenverteidiger auf die Sechserposition schieben (oder umgekehrt). Eine andere Möglichkeit kann funktionieren, wenn mit Chris Löwe eine etwas konservativere Variante auf der linken Verteidigerseite im 41212 eingesetzt wird. Manchmal konnte man da schon beobachten, dass er im Spielaufbau zurückbleibt, sozusagen den linken Halbverteidiger einer temporären 3er-Kette spielt und dafür ein sehr dynamischer Achter (Jonas Kühn hat das beispielsweise mal übernommen) die Breite besetzt. 

    Umschalten – Offensive auf Defensive

    An den Ballbesitz anschließend ist auch die letzte Spielphase, das Umschalten nach Ballverlust, essentiell, gerade für eine gewisse Spieldominanz. Das ist eine Phase, die Schmidt wiederum in den strategischen Fokus stellt. Er will, dass seine Mannschaft nach eigenem Ballverlust sofort ins Gegenpressing geht und versucht, einen Gegenstoß zu verhindern und den Ball so schnell wie möglich wieder zu gewinnen. 

    Dafür sind die kompakte Struktur, die ballnahen Verschiebungen und die 23- bzw. 32-Restverteidigung von Vorteil. Nach Ballverlust sind so die Wege für Dynamos Spieler kurz, von denen gleich mehrere den Ballführenden unter Druck setzen bzw. seine potenziellen Passwege schließen können. Auch hierbei forciert Schmidt wieder Mut, Aktivität und das Konzept des Vorwärtsverteidigens. Fokus liegt dabei im Speziellen auf Dynamos Sechsern und den Halbverteidigern der 3er-Kette, die als Restverteidigung aktiv nach vorn verteidigen sollen und manchmal auch die Flügel abdecken müssen. 

    Beispielhafte Szene des aggressiven Gegenpressings nach Ballverlust.

    Fazit und Ausblick

    Intensität, Aktivität, Progressivität. Das sind vermutlich die drei Schlagwörter, die Dynamos neuen Spielstil zusammenfassen. All die eben beschriebenen strategischen und taktischen Ideen ließen sich in den bisherigen Spielen der SGD unter Trainer Alexander Schmidt erkennen – einige besser, andere schlechter umgesetzt. Das Pressing funktionierte über weite Strecken schon ganz ordentlich, gerade im tieferen Block, obwohl auch ganz klar sichtbar war, dass das mannschafts- und individualtaktische Timing aufgrund von Müdigkeit und fehlender Abstimmung noch nicht über die gesamte Zeit stimmte. Genau dasselbe lässt sich auch auf beide Umschaltmomente übertragen, deren strategischer Fokus deutlich wurde, deren Umsetzung aber noch klarer werden muss. 

    Im Ballbesitz agierte Dynamo über die Vorbereitung vermutlich am schwächsten. Häufig war man nicht in der Lage, progressiv in den gegnerischen Block zu spielen und sich so zahlreiche Torchancen zu erarbeiten. Vielmehr spielte man zu statisch, viel im sogenannten U ohne Anbindung nach vorn und hatte zu viele einfach zu pressende Longline-Bälle dabei. Insgesamt hat auch da noch die Feinabstimmung und der Mut gefehlt. In dieser Hinsicht muss sich das Positionsspiel noch klar verbessern. Ich hätte mir beispielsweise eine stetigere Halbraumbesetzung gewünscht, um über aggressiveres Vertikalspiel oder andribbelnde Innenverteidiger (Mut!) in höhere Zonen zu gelangen.

    Das sog. Spiel im U – um den gegnerischen Block herum, ohne Gefahr zu erzeugen.
    Sog. Longline-Bälle: „Einfach mal die Linie lang!“ Doch dort kann der gegnerische Block mithilfe der Außenlinie leicht pressen und den Ball gewinnen.
    Mein Wunsch für ein besseres Positionsspiel: Eine Art 343-Struktur, in der die Stürmer die Halbräume besetzen und so Anspielmöglichkeiten im gegnerischen Block eröffnen.

    Nichtsdestotrotz: Ich bin sehr zuversichtlich, dass das wird. Der große Unterschied zu letzter Saison ist, dass in allen Spielphasen klare Ideen zu erkennen sind. Dass diese zur Vorbereitung noch nicht komplett funktionieren, ist selbstverständlich. Sie zeigen aber auf, wo es mit der SGD und Schmidt hingehen kann. Schafft es der Trainer, die Mannschaft in all den angesprochenen Aspekten weiterzuentwickeln und in ihrer Anlage strategisch komplett zu machen, sehe ich taktisch in Verbindung mit den vielversprechenden kadertechnischen Ansätzen großes Potenzial.

  • Saisonvorschau 2021/2022 – Dynamos neue Spielweise #1

    Saisonvorschau 2021/2022 – Dynamos neue Spielweise #1

    Nachdem wir gestern einen Blick auf den aktuellen Kader der SGD geworfen haben, soll es nun um einige strategisch-taktische Beobachtungen der Mannschaft aus den bisherigen Testspielen gehen. Wir wissen, dass der Kader auf 3412 und ferner auch 41212 geplant ist. Doch wie werden diese Grundordnungen auf dem Platz interpretiert?

    Allgemeine Prinzipien

    Zunächst: Jeder Trainer verfolgt bei seinem persönlichen Spielkonzept stets gewisse Prinzipien, die unabhängig von Grundordnung und Spielanlage umgesetzt werden sollten. Bei Alexander Schmidt lassen sich in dieser Hinsicht bisher folgende Aspekte erkennen: 

    Zuerst gilt es, als gesamte Mannschaft stets in einer sehr kompakten Struktur zu stehen. Damit geht auch ein extremes Verschieben des gesamten Teams auf die ballnahe Seite einher, um den Raum und die Abstände zwischen den eigenen Spielern zu verkleinern. In dieser engen Struktur legt Schmidt Wert darauf, dass jeder Spieler und die gesamte Mannschaft stets aktiv, aggressiv und progressiv agiert. Das heißt, dass man stetig selbst denkt, selbst den Ball haben und dann auch schnell vor das gegnerische Tor kommen möchte. Daran schließt auch das Prinzip der Dynamik bzw. des Tempos an, welches bei Schmidt in jeder Spielphase im Fokus steht. 

    Ergänzend dazu legt man bei der SGD den strategischen Fokus nun auf ein starkes Pressing, auf dessen Grundlage man stets schnell nach vorn umschalten und über viele Tiefenläufe und vertikales Passspiel zum Erfolg kommen möchte. 

    Grundordnung

    Diese Prinzipien sollen, wie zuvor erwähnt, primär in der 3412-Grundordnung umgesetzt werden. Man möchte jedoch zudem auch flexibel in einer 41212-Grundordnung agieren. Grundsätzlich macht dies jedoch keinen großen Unterschied. Wie die Grafiken erkennen lassen, ist der bedeutendste Unterschied die Positionierung des zentralen Innenverteidigers bzw. des Ankersechsers. Dies führt dann bei einer klassischen Rautenformation dazu, dass die Außenverteidiger etwas konservativer agieren, während die Achter weiträumigere Aufgaben im Pressing und Ballbesitzspiel übernehmen. 

    Dynamos primäre 3412-Grundordnung.
    Dynamos sekundäre 41212-Grundordnung.

    Doch das sind wirklich minimale Unterschiede, die die prinzipiellen Abläufe nicht deutlich verändern. Ich kann mir schlicht vorstellen, dass man in der kommenden Saison flexibel zwischen diesen Systemen wechselt und das dann vor allem am Gegner und der eigenen Personalllage festmacht. Erfordert das Spiel beispielsweise mehr Präsenz im zentralen Mittelfeld, kann sich die Raute anbieten. Ist dagegen Rechtsverteidiger-BackUp Aidonis nicht verfügbar und Schröter in dem Spiel für diese klassische tiefe Außenverteidigerrolle etwas zu offensiv, spielt man vielleicht lieber im 3412.

    Abgesehen davon hat Trainer Schmidt schon einige Male gezeigt, dass er sowohl im Spiel als auch während einer Saison flexibel umstellen kann, wenn er dies für sinnvoll und erfolgversprechend hält. Beispielsweise konnte man unter ihm auch schon situativ 442-, 4231- und 4321-Staffellungen erkennen. Das wird nicht Plan A oder B sein, doch bei Gelegenheit kann es sicherlich vorkommen, dass die SGD von diesen abweicht, wobei ihr der sehr flexible Kader von großem Vorteil sein wird.  

    Defensive

    Gleich in welcher Grundordnung Dynamo agiert, die defensiven Abläufe ähneln sich meist. Im Grundsatz verfolgt man dabei zwei Pressingpläne:

    1. Angriffspressing

    Plan A ist ganz klar ein sehr hohes Angriffspressing, denn Dynamo will den Ball früh erobern. Meist aus der 3412-Struktur heraus rückt man daher schon früh sehr hoch. Mit einer hohen letzten Linie versucht man den Raum für den Gegner zu verknappen und als Team möglichst kompakt zu stehen. Auch wenn die Anlaufmuster im Detail von Gegner zu Gegner leicht variieren, lassen sich diesbezüglich schon einige Ideen erkennen: 

    Die zwei Stürmer stehen meist auf Höhe des gegnerischen Strafraums relativ breit, um optionsorientiert Innenverteidiger und Außenverteidiger zu kontrollieren. Die Außenverteidiger Dynamos stehen besonders hoch, um ggf. den gegnerischen Außenverteidiger anlaufen zu können. Der Rest des Teams verfolgt den Gegner mannorientiert, sodass je nach gegnerischer Struktur 12- oder 21-Strukturen im Mittelfeld entstehen können. Am Ende sollten so alle kurzen Anspieloptionen für den Gegner zugestellt sein.

    Beispielhafte Ausgangsposition im Angriffspressing.

    Ziel dieser Struktur ist es zum einen, lange Bälle des Gegners zu erzeugen. Von Natur aus ist es statistisch weniger wahrscheinlich, dass diese ihr Ziel erreichen. Dynamo versucht dann, entweder im direkten Kopfballduell oder beim Kampf um den zweiten Ball eben diesen zu gewinnen und zu sichern. Dabei ist es besonders wichtig, sich – nachdem der lange Ball gespielt wurde – in dieser Zone noch kompakter zusammenzuziehen und dann aggressiv auf den Ball zu gehen, um diesen Kampf zu gewinnen. 

    Beispielhafte Szene eines langen Balls während der Pressingphase.

    Zum anderen ist es möglich, dass der Gegner trotzdem kurz eröffnet. In diesem Fall besteht die Chance, den Ball durch geschicktes Pressing schon in hohen Zonen zu gewinnen oder wiederum einen langen Schlag zu provozieren. Dabei geht man meist wie folgt vor: Der erste Pass auf den Innenverteidiger wird zugelassen. Dieser wird dann direkt attackiert. Das heißt: Sobald der Pass gespielt wird, läuft man den Gegenspieler an, der jenen Pass erhalten soll. Je nach Gegner und Situation versucht man dabei, das gegnerische Spiel nach innen oder außen zu lenken.

    Ersteres ist auf folgender Grafik sichtbar. Die Stürmer laufen bogenförmig an und nehmen so den gegnerischen Außenverteidiger in ihren Deckungsschatten, sodass dieser nicht anspielbar ist. Im Zentrum sind weiterhin alle Gegner zugestellt, sodass die Wahrscheinlichkeit für ein Ballverlust oder langen Ball erhöht wird.

    Angriffspressing – Lenken des Gegners nach innen.

    Wie das Lenken nach außen funktioniert, zeigen folgende Grafiken. Bogenförmiges Anlaufen des Stürmers von innen nach außen schließt die Passwege für den Innenverteidiger auf die andere Seite. Die einzige Anspielmöglichkeit ist der ballnahe Außenverteidiger, der jedoch direkt von Dynamos zuvor hoch postiertem Außenverteidiger unter Druck gesetzt wird. Zudem verschiebt die gesamte Mannschaft auf diese ballnahe Seite, um dem Gegner noch mehr Raum zu nehmen und ihn so unter Druck zu setzen (inklusive des ballfernen Stürmers, der den ballfernen Innenverteidiger und den Torwart kontrolliert und dem ballfernen Außenverteidiger, der etwas zentral einrückt). Auch so erhöht Dynamo die Wahrscheinlichkeit auf einen hohen Ballgewinn oder einen langen Ball.

    Angriffspressing – Lenken des Gegners nach außen #1.
    Angriffspressing – Lenken des Gegners nach außen #2 – Beispielhafter Ballgewinn des Außenverteidigers.

    Auch wenn dies nun ziemlich sicher klingen mag, muss man in Bezug auf diese Art von Pressing einordnen, dass es durchaus sehr riskant sein kann. Die Positionierungen von jedem Spieler und das Timing in den Anlauf-, Verschiebe- und Balancierungsbewegungen muss stets stimmen. Genauso muss jeder Spieler seine 1v1-Duelle durch aggressives Vorwärtsverteidigen gewinnen. Macht man dabei ein Fehler und wird überspielt, kann Dynamos Defensive schnell offen stehen und ausgespielt werden. Schließlich spielt man meist 1v1 auf dem ganzen Feld und ist somit nicht mit viel Zusatzpersonal abgesichert.

    1. Mittelfeldpressing

    Zu dem Angriffspressing hat man unter Schmidt noch eine zweite, etwas absicherende Variante gesehen: das tiefere Mittelfeldpressing. Situativ, gerade wenn die Müdigkeit der eigenen Mannschaft zu groß wird, zieht man sich bis vor den eigenen Strafraum zurück. Aus derselben 3412-Struktur versucht man dann, in einen kompakten Block zu fallen und den Gegner erst an der Mittellinie zu attackieren. Dabei agiert man weniger mannorientiert, sondern versucht vor allem die zentralen Räume zu schließen und darin aggressiv und mannorientiert zu verteidigen, sollte der Gegner dort hinein spielen. Dafür gibt man Raum auf den Flügeln frei, in den der Gegner zunächst spielen soll. Tut er das und versucht dort in die Tiefe zu gelangen, schiebt die gesamte Mannschaft symmetrisch auf jene Seite, um dort den Raum zu verknappen und so entweder den Ball zu gewinnen oder den Gegner wieder in tiefere Zonen zu zwingen. Da bei dieser Pressingidee vor allem die Mittelfeldspieler viel Raum belaufen und sichern müssen, hat Schmidt häufig auch auf ein 532 umgestellt. Durch das Zurückziehen des Zehners versucht man so, die Verschiebewege zu verkleinern und die Kontrolle der Flügel zu erhöhen. 

    Mittelfeldpressing – Grundlegende Struktur.
    Mittelfeldpressing – Gegner wird auf die freien Räume nach außen gelenkt.
    Mittelfeldpressing – Der Außenverteidiger wird zugeschoben und hat keine Optionen mehr.
    Mittelfeldpressing – Das oft genutzte 532 bringt einen Mann mehr im Zentrum.

    Umschalten – Defensive auf Offensive

    Oberstes Ziel von Dynamos Pressing ist logischerweise der Ballgewinn, möglichst in hohen Zonen. Denn: Erhält man dort den Ball, ist die Chance auf einen schnellen Torerfolg am größten. Dynamo ist schon nah am Tor, der Gegner in seiner Offensivformation nicht kompakt und auch nicht auf einen Angriff vorbereitet. Schmidt will daher, dass nach dem Ballgewinn der erste Blick der Dresdner Spieler stets nach vorn gerichtet ist. Wenn wir schnell und vertikal nach vorn umschalten können, machen wir das. 

    Dafür bieten die offensiven Akteure der SGD sofort dynamische Läufe in die Tiefe hinter die letzte gegnerische Kette an. Im Fokus stehen dabei vor allem die beiden Stürmer. Diese starten meist diagonal in die Tiefe – je nach Situation und vorausgegangener Positionierung eher von innen nach außen hinter die aufgerückten generischen Außenverteidiger oder von außen nach innen. Situativ kann einer von ihnen jedoch auch als Wandspieler agieren, um den Ball nach einem vertikalen Pass auf die nachrückenden Akteure abzulegen.

    Auch Dynamos Zehner kann situativ die Tiefe attackieren, agiert jedoch meist eher balltreibend auf der Suche nach dem Steckpass auf die Spieler vor ihm. Weiterhin versuchen auch die hohen Außenverteidiger in der Breite die Tiefe zu attackieren, um den Gegner auseinanderzuziehen, den Ball selbst in der Tiefe zu erhalten oder Flanken zu schlagen. 

    Beispielhafte Kontersituation – Gegner befindet sich in der unkompakten Angriffsstruktur, einige Dynamos fallen und agieren als Wandspieler, andere attackieren die Tiefe.

    Fortsetzung (Offensive und zweite Umschaltbewegung) folgt morgen…

  • Saisonvorschau 2021/2022 – Dynamos Transfersommer

    Saisonvorschau 2021/2022 – Dynamos Transfersommer

    Nach dem Aufstieg ist vor dem Ligaalltag – nachdem die SGD nach einer turbulenten, dennoch am Ende halbwegs souveränen Saison 2020/21 den verdienten Aufstieg aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga erreichte, ging das tagtägliche Fußballgeschäft nach einigen freien Tagen direkt weiter. Wie bereitet man sich nun am besten vor, um auch eine Liga höher zu bestehen? Ein bedeutender Aspekt in dieser Hinsicht ist die Kaderplanung. Hier ist meine Einschätzung dazu.

    Rückblick – Der Aufstiegskader 

    Im Sommer 2020 begann der sportliche Neuanfang der SGD in Liga 3. Wie nach einem Abstieg typisch, veränderte sich das Gesicht der Mannschaft deutlich. Zahlreiche Akteure, deren Verträge ausliefen oder nur für die zweite Liga galten, orientierten sich anderweitig. Nur einige wenige blieben an Bord der SGD – darunter einige junge Spieler mit großem sportlichen und finanziellen Potenzial und weitere erfahrenere, vereinsverbundene Jungs, die insgesamt zur neuen langfristigen Ausrichtung passten. 

    Obwohl ein Abstieg logischerweise primär sowohl sportliche als auch finanzielle Nachteile mit sich bringt und die Vereinsentwicklung signifikant zurückwirft, liegt in ihm gerade im Hinblick auf die Kaderplanung eine große Chance. Mit einem klaren Cut und einem schnellen, gleichzeitig durchdachten Neustart lassen sich die Weichen für eine erfolgversprechende Zukunft stellen. Es gilt dann, möglichst schnell einen jungen und vielversprechenden Kader zusammenzustellen, der die SGD wieder nach oben bringt. 

    Genau das hat Geschäftsführer Sport Ralf Becker geschafft. Mit einem im Ligavergleich deutlich überdurchschnittlichen Team, das zudem auch auf menschlicher Ebene sehr gut zusammenzupassen schien, hat man zu dieser Zeit meines Erachtens nach großartige Arbeit geleistet. Die sportlichen Leistungen des letzten Jahres sollten dies auch noch einmal unterstreichen. 

    Man baute während der Aufstiegssaison auf einen klaren Kern von zwölf Stammspielern, unter denen sich zahlreiche junge Akteure befanden, die in dieser Spielzeit ihren Durchbruch schafften. Angreifer Ransford-Yeboah Königsdörffer mit seinen 19 Jahren ist dabei sicherlich als offensichtlichstes Beispiel zu nennen. Diese Achse wurde durch 17 weitere Spieler ergänzt, die aus verschiedensten Gründen seltener zum Einsatz kamen, dennoch ebenso essentiell für den sportlichen Erfolg des Teams waren. 

    Insgesamt ergab sich so eine sinnvolle Mischung im Kader der SGD – hinsichtlich der Erfahrung heterogen strukturiert, hinsichtlich des Marktwerts und der Leistungsfähigkeit homogen und aufeinander abgestimmt. Betrachtet man sportökonomische Studien sind genau das günstige Bedingungen für sportlichen Erfolg – ein Aspekt, der bei Beckers Arbeit positiv bemerkenswert ist.

    Altersstruktur der SGD 20/21 – Eine passende Mischung aus jungen und erfahrenen Akteuren.

    Des Weiteren hielt ich auch den Umgang mit Verträgen für sehr sinnvoll. Alle langfristig angedachten Verpflichtungen waren bis 2022 gebunden – nicht zu lang, sodass der Verein keine zu großen finanziellen Verpflichtungen eingeht, jedoch auch nicht zu kurz, sodass der Verein den Kern seines Kaders in naher Zukunft wieder verliert. Die großen, etwas jüngeren Talente wie Innenverteidiger Kevin Ehlers band man zudem bis 2023. Kurzfristige Teamergänzungen wie Niklas Kreuzer erhielten dagegen nur einen Einjahresvertrag, damit die SGD auch da die größtmögliche Planungs- und Entscheidungsfreiheit innehält. 

    Vertragsstruktur der SGD 20/21 – Sinnvolle und langfristige Planung.

    Einzig bei der Betrachtung des Praktisch-Sportlichen könnte man eine leicht kritische Perspektive einnehmen. Denn zum Ende der Saison wirkte der Kader durchaus etwas unausgewogen. Das lag vorrangig daran, dass man zu Beginn mit einer 433-Grundordnung plante, im Saisonverlauf aber auf ein 343/3412-System umstellte. Dies war sportlich und auch bezüglich der Einbindung der Einzelspieler absolut logisch und verständlich, führte jedoch auch zu einem leichten Ungleichgewicht. Zum Beispiel in der Innenverteidigung geriet man einige Male in personelle Probleme, die man langfristig beheben sollte.

    Insgesamt war Dynamo damit aber nach dem Wiederaufstieg in einer komfortablen Situation und konnte nun die Früchte der starken strategischen Arbeit im vorherigen Jahr ernten. Der Kader stand auf einer soliden qualitativen und quantitativen Basis, die nur noch einige wenige Ergänzungen brauchte. Kleine Unausgewogenheiten galt es zu korrigieren, abgesehen davon lief aber alles nach dem langfristigen Plan, was gerade in einer finanziell schwierigen Pandemiesituation von Vorteil ist.

    Der Becker-Plan

    Was war nun Ralf Beckers Plan in diesem Sommer? Die Gesamtsituation war trotz des stabilen Grundgerüsts auf jeden Fall nicht einfach. Mit Leihspieler Jonathan Meier und Julius Kade, dessen Rückkaufoption über 500.000€ vom 1. FC Union Berlin aktiviert wurde, verließen Dynamo zwei klare Stammspieler. Pandemiebedingte finanzielle Einschnitte schränkten zudem Dynamos Möglichkeiten ein. Nichstdestotrotz ging es darum, den Kader zweitligatauglich zu gestalten. Das bedeutet: Die schon bestehende Achse des Kaders galt es in dreierlei Hinsicht zu ergänzen. 

    1. Einerseits ging es darum, eben genannte Abgänge zu ersetzen. 
    2. Andererseits, die Qualität der zweiten Reihe zu erhöhen und diese an die neue Spielidee und 3er-Ketten-Grundordnung anzupassen. 
    3. Außerdem ging es natürlich auch darum, den Kader punktuell in der Spitze zu verstärken.

    Und all das vor dem Hintergrund möglichst geringer finanzieller Ausgaben, einem langfristig vielversprechenden Plan und einer für sportlichen Erfolg sinnvollen Kadergesamtstruktur, das heißt unter anderem einer heterogenen Erfahrungsstruktur.

    Dynamos Kader soll diesbezüglich in diesem Jahr primär auf der 3412-Grundordnung basieren, die man grundsätzlich auch schon in der vergangenen Saison spielte. Man will zudem auch immer mal wieder flexibel in einer 41212-Formation agieren. Genauer werde ich darauf nochmal in den kommenden Texten zur taktischen Herangehensweise Schmidts eingehen. Folgendes aber erstmal vorweg: Es macht keinen riesigen Unterschied, in welchem der beiden Grundordnungen Dynamo agiert. Vielmehr sind die Prinzipien und Abläufe meist dieselben. Es gibt nur geringe Unterschiede in der Ausgangslage: Der größte ist dabei logischerweise die Positionierung des zentralen Innenverteidigers bei einer 3er-Kette bzw. des Ankersechsers in einer 4er-Kette. Diese Veränderung führt zudem zu leichten Verschiebungen hinsichtlich der Außenverteidiger und Achter. So agieren bei einem 3412 Erstere etwas offensiver, während bei einer 4er-Kette die Achter weiträumigere Aufgaben übernehmen. 

    Doch das sind wirklich nur minimale Unterschiede. Das ist vermutlich auch einer der Gründe, warum man primär mit 3er-Kette zu planen scheint, obwohl für Trainer Alexander Schmidt eigentlich die Rautenformation typisch ist: Man spielt denselben Fußball, die 3412-Grundordnung passt aber besser zu den Einzelspielern der SGD. In dieser Hinsicht lassen sich beispielhaft die Sechser/Achter bei Dynamo nennen, denen für die richtige Raute etwas die Dynamik fehlt. Man müsste viele neue Spieler auf dieser Position verpflichten, um das auszugleichen. Agiert man mit höheren Außenverteidigern, die bei der SGD sowieso schon vorrangig offensiv denken, kommt dies sportlich und finanziell weniger zum Tragen und ist effizienter zu managen. 

    Dynamos neuer Kader 2021/22

    Hat das alles geklappt? Ich sage ja. Gehen wir es mal der Reihe nach durch:

    1. Wurden alle wichtigen Abgänge ersetzt?

    Ja, die abgegebenen Stammspieler Meier und Kade werden beide ersetzt. Kades Platz nimmt nun der äußerst vielversprechende Achter Luca Herrmann ein, der ablösefrei zur SGD kam. Herrmann durchlief die starke Jugendarbeit des SC Freiburg und hat nun sehr wahrscheinlich das Zeug dazu, den nächsten Schritt zu gehen. Mit seinen Stärken in der Positionierung, Vororientierung, seinen smarten Körperfinten und Ballannahmen, seiner Aufdrehbewegung und sinnvollen Tiefenläufen kann er meines Erachtens nach nun schon jetzt die SGD im Zentrum verstärken. Klar lässt sich diskutieren, wie weit er schon ist. Doch unterschätzen sollte man ihn nicht, auch wenn er aus der Regionalliga kommt. Gerade bei Zweitvertretungen der großen Mannschaften schlummern häufig große Talente. Das ist schließlich ein weiterer positiver Faktor: Herrmann bringt im Hinblick auf sein Alter und weiteres Entwicklungspotenzial sehr spannendes Humankapital für Dynamo als Ausbildungsverein mit.

    Der Platz von Meier ist noch die einzige offene Baustelle im Kader der SGD. Eine Verpflichtung eines weiteren Linksverteidigers, der sowohl im Pressing stark ist als auch Offensivdrang mitbringt, wäre für Dynamos Kader sowohl qualitativ als auch quantitativ essentiell und genießt daher höchste Priorität. Noch sind die Verantwortlichen auf der Suche, doch Sorgen mache ich mir dahingehend noch nicht. Es ist normal, dass sich der gesamte Transfermarkt in die Länge zieht – gerade in Zeiten von internationalen Wettbewerben und pandemiebedingten Einschränkungen. Auch gelegentliche Absagen von Spielern sind einzuberechnen. Schließlich sind Transfers hochkomplex und verlangen eine Einigung von drei oder sogar mehr Parteien mit jeweils verschiedenen Einzelinteressen.

    1. Wie hat sich die zweite Reihe entwickelt?

    Die Planung der zweiten Reihe bei der SGD begann zunächst mit einigen Abgängen. Dazu wurden die Verträge von einigen weiteren Spielern, die in der Saison wenig zum Einsatz kamen und nun in Liga 2 nicht mit eingeplant werden sollten, nicht verlängert. Dazu zählen unter anderem Keeper Stefan Kiefer und Maximilian Großer. Auch die kurzfristigen Kaderergänzungen wie Marvin Stefaniak oder Leroy Kwadwo gehören dazu. Klar lässt sich beispielsweise bei Kwadwo diskutieren, ob er dem Kader nicht doch immer noch sportlich und menschlich gut getan hätte. Insgesamt kann ich aber jeden einzelnen Abgang dieser Art nachvollziehen. Man war überzeugt davon, qualitativ stärkere und langfristig vielversprechendere Akteure verpflichten zu können und nebenbei den Kader besser auszubalancieren – und genau das hat man auch getan. Vor allem mit Antonis Aidonis und Michael Akoto verpflichtete man flexiblere Spieler mit auch meiner Meinung nach höherem Entwicklungspotenzial. Die weiteren Abgänge machten vor allem Platz für Verstärkungen in der Spitze:

    1. Hat man sich in der Spitze verstärkt?

    Dynamo hat es auch geschafft, sich in der Spitze zu verstärken. Mit Morris Schröter, Michael Sollbauer und Brandon Borrello kamen wiederum sehr flexible Akteure, die das Team definitiv mit großer spielerischer Erfahrung und Qualität bereichern werden. Schröter ist dabei als offensiv denkender Flügelverteidiger eingeplant, der stets die Breite gibt. Gerade mit Ball wird er so seine Dynamik, seine Tiefenläufe und seine starken und variantenreichen Flanken ausspielen können, auch wenn man vermutlich noch etwas an seinem Defensivverhalten arbeiten muss. Hinter Schröter wird Sollbauer absichern, ein extrem erfahrener und überdurchschnittlicher Zweitligainnenverteidiger, der den intensiven Schmidt-Fußball zudem schon vom FC Barnsley unter Valerien Ismael kennt. Ebenso passt Borrello als intensiver und körperlicher Offensivspieler zur SGD, der sowohl auf der 10 als auch den zwei Stürmerpositionen eingeplant ist und dort das Team mit kreativen Dribblings bereichern wird. 

    1. Wie sieht die Kadergesamtstruktur aus?

    Insgesamt kommt man so auf einen wirklich runden Kader. Mit nicht zu großen finanziellen Aufwendungen hat man es geschafft, den bisher schon starken Kader noch einmal auf ein anderes qualitatives Level zu heben und nebenbei auch die Zukunftsaussichten zu erhöhen. Jede Position ist doppelt besetzt und mit sehr flexiblen Spielern lassen sich nun die beiden vom Coach priorisierten Grundordnungen spielen.

    Kaderübersicht der SGD – Primär agiert man in einer 3412-Struktur.
    Kaderübersicht der SGD – Sekundär kann zudem auf eine 41212-Grundordnung zurückgegriffen werden.

    Des Weiteren passt auch die Alters- und Erfahrungsstruktur. Einige junge und damit sportlich und finanziell spannende Spieler, die damit perfekt in die Vereinsstrategie passen, wurden ergänzt mit einigen erfahrenen Akteuren, die das Team anleiten können.

    Das gesamte Vorgehen ergibt daher für mich komplett Sinn. Man bringt einen klaren Stamm aus dem letzten Jahr mit, dem man es zutraut, die nächsten Schritte zu gehen. Diesbezüglich sehe ich Spieler wie beispielsweise Knipping, Will, Stark, Mörschel und Daferner absolut in Liga 2. Diesen Kern hat man nun punktuell noch weiter verbessert und nebenher auch die zweite Reihe günstig angepasst und mit vielversprechenden Jungs ergänzt. Ich persönlich sehe ehrlicherweise nicht, wie der Kader noch besser hätte aussehen können. Weitere Verstärkungen in der Spitze gehen natürlich immer, aber wäre das finanziell und sportlich möglich und sinnvoll gewesen? Hinsichtlich der Breite hätte man sich natürlich auch erfahrenere Spieler auf die Bank setzen können. Diese hätten dann aber bei einer sportlich ähnlichen Rolle sicher etwas mehr Geld verlangt und würden zudem in einigen Jahren wieder einen Umbruch nötig machen. Ich präferiere dann lieber die langfristige und vielversprechende Option, gerade weil Name, bisherige Liga und Vergangenheit nicht zwingend Leistung in der Zukunft bedeuten.

    Fazit

    So agierte die SGD in diesem Sommer insgesamt mit Weitsicht, Ruhe und Geduld und baute so wiederum einen sportlich, finanziell und charakterlich stimmigen Kader. Auch wenn das manchmal etwas länger dauert als erhofft, ist es das, was die Wahrscheinlichkeit für sportlichen Erfolg erhöht. Das Grundgerüst für die 2. Bundesliga steht. Jetzt kommt es auf den Trainer an und darauf, wie er dieses einsetzt und weiterentwickelt. Morgen schauen wir uns an, wie er das bisher getan hat. 

  • Hochwasser-Katastrophe: Dynamo-Fans helfen!

    Hochwasser-Katastrophe: Dynamo-Fans helfen!

    Fassungslos haben wir die schlimmen Bilder der Hochwasser-Katastrophe und Zerstörungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Die Erinnerungen an eigene Erfahrungen solcher Überflutungen in Dresden und Sachsen wurden dadurch wieder in das Bewusstsein gerrückt.

    Viele Menschen verloren ihr Leben oder werden vermisst. Tausende büßten alles ein, was sie selbst nicht mehr tragen konnten. Uns erreichten auch Bilder von Dynamo-Fans, die in betroffenen Regionen wohnen und Opfer dieser Flut geworden sind. Aus der Vergangenheit wissen wir gut, dass nun jede Hilfe zählt und selbst kleine Dinge in der Summe die desaströse Situation ein wenig bessern können.

    Schwarz-Gelbe nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr

    Wir sind engagiert und vielfältig, heißt es im Dynamo-Leitbild. Doch Hilfe muss immer organisiert und koordiniert sein, damit sie dort ankommt, wo der Bedarf am sinnvollsten ist. Aus diesen Gründen werden wir darum bitten, dass die Geschäftsführung der SGD den Kontakt zur Stadt Dresden und zum Freistaat Sachsen aufnimmt, um aus Eigeninitiativen eine gemeinsame Hilfe auf die Beine zu stellen und umzusetzen.

    Wir erklären unsere Bereitschaft, gemeinsam mit Stadt und Land den Menschen in den betroffenen Kommunen im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Wie konkret diese Hilfen aussehen können, möchten wir gern mit anderen Dynamo-Fans erörtern.

    Ideen und Hilfsangebote? Nimm Kontakt mit uns auf!

    Wenn Du dich einbringen willst, selbst schon eine Idee hast oder betroffene Dynamo-Fans kennst, kannst Du dich bei uns melden. Schreib uns eine E-Mail an info@fangemeinschaft-dynamo.de mit Informationen. Wir koordinieren zunächst diese Ideen und Angebote zur Hilfe abhängig vom Bedarf gemeinsam mit den Partnern im Verein, Stadt und Land. Im Moment bestehen noch viele Unklarheiten durch das Ausmaß der Zerstörung in den überfluteten Regionen. Wir gehen davon aus, dass sich der Bedarf zur Hilfe über mehrere Wochen oder Monate hinzieht.

  • Kalender mit Dynamo-Spielplan für mobile Endgeräte

    Kalender mit Dynamo-Spielplan für mobile Endgeräte

    Die SG Dynamo Dresden ist zurück in der 2. Bundesliga. Die DFL hat den Spielplan für die Zweitliga-Saison 2021/22 veröffentlicht. Die neue Saison beginnt am 23. Juli 2021. Dynamo startet am vorletzten Juli-Wochenende (noch nicht terminiert) mit einem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt. Am 2. Spieltag eine Woche später gastiert die SGD auswärts beim Hamburger SV im Volksparkstadion. Bis Weihnachten stehen 18 Punktspiele an. Der Auftakt der Rückrunde findet am letzten Wochenende vor Weihnachten mit dem Auftritt beim FC Ingolstadt statt, bevor es wieder in eine kurze Winterpause geht. Bereits Mitte Januar kommt dann der HSV zum Rückspiel ins Rudolf-Harbig-Stadion.

    Passend dazu haben wir für alle Dynamo-Fans unseren Kalender mit dem vorläufigen Spielplan der neuen Zweitliga-Saison aktualisiert. Darin findet ihr alle Spiele der SG Dynamo Dresden (aktuell bis einschließlich 18. Spieltag). Beachtet bitte, dass die eingetragenen Termine vorläufig sind und momentan noch nicht verbindlich terminiert wurden. Wir aktualisieren den Kalender jedoch fortlaufend mit allen Infos zum Spiel, sobald die jeweiligen Begegngungen durch die DFL fest terminiert sind.

    Unseren Kalender mit dem Dynamo-Spielplan könnt ihr ganz einfach in euren individuellen Kalender auf dem Smartphone oder Tablet integrieren. Damit ihr nicht bei jeder weiteren neuen Terminierung den Kalender neu integrieren müsst, haben wir einen guten Tipp für euch: Abonniert den Kalender der Fangemeinschaft Dynamo mit dem Dynamo-Spielplan der Saison 2021/22. Dadurch seid ihr immer auf dem aktuellen Stand und verpasst keine wichtigen Termine mehr.

    Dynamo-Spielplan 2021/22 per Kalender abonnieren

    Nutzt unsere Anleitung, um den Kalender der Fangemeinschaft Dynamo auf das mobile Endgerät eurer Wahl zu übertragen und den Spielplan zu abonnieren.

    Dynamo-Spielplan für iPhone-Besitzer

    1. Link anklicken:
      Dynamo-Spielplan für iOS
    2. Abfrage für Abo des Spielplans 2021/22 der SGD mit JA bestätigen
    3. Termine jetzt immer aktuell in eurem Kalender enthalten

    Dynamo-Spielplan für Android-Nutzer

    Hinweis: Integration ist in die Google-Kalender-App möglich, Drittanbieter werden nicht unterstützt

    1. Kopiere! den Link in die Zwischenablage (mindestens drei Sekunden auf den Link drücken):https://calendar.google.com/calendar/ical/n504dr1ob2gjdllj42s3ko20mo%40group.calendar.google.com/public/basic.ics
    2. Öffne anschließend folgenden Link: Dynamo-Spielplan für Android
    3. Füge nun in das leere Eingabefeld den Link aus der Zwischenablage ein (im Prinzip einfaches Copy & Paste)
    4. Drücke zur Bestätigung Enter oder den blauen Pfeil auf der Tastatur des Endgerätes
    5. Bei aktiver Synchronisierung eures Google-Kalenders klickst du im Drei-Punkt-Menü oben auf Aktualisieren
    6. Prüft in der Google-Kalender-App über das Menü und die Einstellungen, ob dort unter eurer Google-Adresse der Eintrag Spielplan 2021/22 der SGD auftaucht.
    7. Ist das der Fall, sind nun alle bereits terminierten Dynamo-Spiele im Kalender integriert

    Wir hoffen, dass unsere Anleitung hilft, den Kalender erfolgreich auf eurer Smartphone oder Tablet zu übertragen. Sollte es bei der Integration und dem Abonnieren doch Probleme geben, schreibt uns bitte eine E-Mail. Nutzt dazu das Kontaktfeld auf der Startseite. Wir versuchen euch dann baldmöglich zu helfen. Viel Spaß mit unserem Kalender.

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    Unterstütze als Mitglied aktiv unsere Vereinsarbeit oder mit deinem Mitgliedsbeitrag unsere Projekte (12 Euro pro Jahr).

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  • Stellungnahme zu den Ereignissen beim Aufstiegsspiel

    Stellungnahme zu den Ereignissen beim Aufstiegsspiel

    Wir verurteilen die Ereignisse und Gewaltexzesse rund um das Heimspiel gegen Türkgücü München, bei dem Journalisten, Fans und Polizisten verletzt wurden. Wir wünschen allen Verletzten eine schnelle Genesung!

    Wir distanzieren uns mit aller Klarheit von Gewalt und gewalttätigen Personen. Körperliche Übergriffe auf Mitmenschen jeglicher Art stehen im deutlichen Widerspruch zu den Werten der Fangemeinschaft Dynamo, den Grundsätzen der Fancharta der SG Dynamo Dresden sowie auch der überwiegenden Mehrheit der Dynamofans.

    Es ist bedauerlich, dass die an der Vorbereitung des Spieltages beteiligten Akteure keine gemeinsame Lösung gefunden haben, um eine Würdigung des sportlichen Erfolges der Mannschaft durch die Fans zu ermöglichen.

    Die getroffenen Maßnahmen, die ausschließlich auf Verboten und kontraproduktiven polizeilichen Mitteln aufbauten, erwiesen sich als Sackgasse. In anderen deutschen Städten wurden in diesen Tagen fanfreundliche Wege beschritten.

    Deshalb richten wir unseren Appell an alle beteiligten Parteien, die anstehende Aufarbeitung gemeinsam anzugehen und konstruktiv zu gestalten. Dabei dürfen die bisherigen Erfolge und das Erreichte bei der Gewaltprävention nicht in Abrede gestellt werden. Zudem muss die Expertise des Vereins sowie des Fanprojektes Dresden in Zukunft sehr viel stärker als bisher in die Planung und Umsetzung von Einsatzkonzepten an Spieltagen einbezogen werden.

    Wir, die Fans der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden, sind und bleiben ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Denn Dresden ist Dynamo und Dynamo ist Dresden.

  • Jan Seifert beim virtuellen Mitgliederstammtisch zu Gast

    Jan Seifert beim virtuellen Mitgliederstammtisch zu Gast

    Um auch in Corona-Zeiten im Kontakt mit unseren Mitgliedern zu bleiben und den Austausch anzubieten, veranstalten wir regelmäßig Online-Abende für unsere Mitglieder. Bei der inzwischen sechsten Auflage fand erstmals ein solcher Mitgliederstammtisch mit einem Gast statt. Jan Seifert, der Nachwuchsleiter der SG Dynamo Dresden, nahm sich nach Feierabend die Zeit, um über den Dynamo-Nachwuchs zu plaudern. Knapp 20 Mitglieder und weitere Gäste hatten sich zum Stammtisch angemeldet, um mehr über Jugendarbeit bei der Sportgemeinschaft zu erfahren.

    Jan Seifert gilt ohne Zweifel bereits als schwarz-gelbes Urgestein. 2004 wechselte er im Alter von 36 Jahren von der SpVgg Unterhaching nach Dresden und kickte noch eine Saison im schwarz-gelben Trikot. Anschließend beendete er seine aktive Profi-Karriere und trainierte die zweite Mannschaft der SGD. Unter Ede Geyer und Ruud Kaiser war er später als Co-Trainer an der Seitenlinie aktiv. Es folgte ein weiteres Trainer-Intermezzo bei Dynamos Zweiter und beim Radebeuler BC. Seit 2014 ist Jan Seifert für den Dynamo-Nachwuchs verantwortlich und kümmert sich als Leiter mit seinem Team um die Entwicklung neuer Dynamo-Talente.

    Der Dynamo-Nachwuchs in Corona-Zeiten

    „Ich freue mich, dass ich hier sein darf und mache das auch sehr gern“, ließ Jan zu Beginn der 90 Minuten die anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer wissen. Die erste Frage drehte sich natürlich um die aktuelle Situation im Nachwuchs. Die Spieler aus dem Leistungszentrum der SGD dürfen trotz Corona-Pandemie trainieren, allerdings sind seit November 2020 keine Wettkämpfe mehr möglich, weil der Spielbetrieb im Nachwuchsbereich abgebrochen wurde.

    „Wir sind sehr dankbar, dass wir weiterhin trainieren dürfen, aber es ist nicht einfach. Die Spieler benötigen den Wettkampf für ihre Entwicklung, doch wir wollen nicht klagen. Wir meistern das im Moment sehr gut, weil im Nachwuchsbereich alle weiter akribisch arbeiten“, fasste Jan Seifert die aktuelle Lage zusammen. Es besteht die Hoffnung, dass mit dem Start der neuen Saison wieder normale Abläufe in den Trainings- und Spielbetrieb einziehen.

    Im Leistungsbereich finden aktuell nur einige Testspiele gegen Teams aus anderen Leistungszentren statt. Dabei kommen wie bei den Profis ausgearbeitete Hygienekonzepte zur Anwendung.

    Professionelle Bedingungen für junge Fußballer

    Die Teilnehmer am Mitgliederstammtisch waren darüber hinaus neugierig, wie die Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft funktioniert und wie sich das neue Trainingszentrum des Vereins auf die Bindung zwischen Profis und Nachwuchs auswirkt. „Das Miteinander ist durch die Nähe jetzt noch besser geworden, weil die Wege kurz sind und mehr Zeit für persönliche Gespräche mit der sportlichen Leitung bleibt“, berichtete der Dynamo-Nachwuchsleiter. „Die jungen Spieler sehen die professionellen Bedingungen im Verein und wissen um den Mehrwert, um bei Dynamo über den Nachwuchs hinaus Fußball spielen zu können“.

    Jan Seifert gab auch einen Einblick in die Dynamo-Philosophie. Seit dem Wirken von Ralf Minge hat sich viel getan und mit dem Stadion, der Nachwuchsakademie und dem Trainingszentrum ist Dynamo als Ausbildungsverein sehr attraktiv geworden. Doch in der Nachwuchsschmiede wird nicht nur auf das Fußballspiel geschaut. „Wir legen ebenso viel Wert auf Schulbildung und die persönliche Entwicklung. Bei uns bekommen junge Spieler auch Zeit, sich zu entwickeln“, erklärte „Seif“ und ergänzte: „Unser Team im Nachwuchs arbeitet authentisch und versucht, die Dynamo-Tugenden weiterzugeben“.

    Einblicke in das Scouting von Jugendspielern

    Weitere Themen, auf die Jan Seifert ausführlich einging, waren das Scouting von jungen Spielern und die Trainerausbildung im Nachwuchs. Hier erklärte er, dass Dynamo den Fokus beim Sichten von jungen Talenten unterhalb der U16 auf die nahe Umgebung legt. Das Einzugsgebiet reicht dabei vom Stadtgebiet über die Regionen um Dresden bis in den östlichsten Teil von Sachsen. Die Suche nach Talenten ab der U16 oder älter findet dann auch im ostdeutschen Raum statt. Hier nutzt Dynamo ein Netzwerk, um Ausschau zu halten. Ein gutes Beispiel für diese Arbeit ist Kevin Ehlers, der als Nachwuchsspieler von Hansa Rostock nach Dresden wechselte und inzwischen zum Stammpersonal der ersten Mannschaft gehört. Jan Seifert machte aber auch deutlich, dass es zu anderen Klubs noch große Unterschiede gibt, da die Sichtung als Prozess gerade personell eine große Aufgabe ist.

    Im vergangenen Jahr hatten sich Fans nach einem Aufruf als dynamischer Spielbeobachter beworben, um nach neuen Dynamo-Talenten zu suchen. Doch die Corona-Pandemie stoppte das Projekt zunächst. Vorbild für diese Form des Scoutings ist übrigens Benfica Lissabon, die das auch mit Fans bewerkstelligen.

    Daten und Laptop-Trainer gibt es auch bei Dynamo

    Sehr interessiert waren die Teilnehmer, ob Dynamo bereits Daten als Grundlage für Spieleranalysen nutzt. Hier nannte Jan Seifert eine Reihe von Ansätzen, die bereits länger im Nachwuchsbereich der Sportgemeinschaft anwendet werden. Dazu gehören beispielsweise Spielerbewertungsbögen, Profile mit Stärken und Schwächen sowie Trainingsinhalte, die dokumentiert und archiviert werden. Zu den Trainingsinhalten gehören auch die Lernziele, die sich bei jedem Jahrgang anders gestalten. Grundstein für diese Arbeit war die mehrfache Zertifizierung der Nachwuchsakademie mit drei Sternen. Diese Bewertung war laut Jan Seifert nicht nur finanziell ein Vorteil, sondern hat dem Nachwuchs in Dresden auch mehr Gewicht und Aufmerksamkeit gegeben.

    Bei diesem Thema kam natürlich auch die Sprache auf die modernen Laptop-Trainer, zu denen Jan Seifert eine klare Meinung vertritt. „Dieser Typ von Trainer gehört heute zum modernen Fußball dazu, aber am Ende ist die Mischung wichtig. Spieler brauchen auch einen Trainer, der ihnen das Fußballspielen einfach erklärt.“ Mit dieser Kombination beschreitet Dynamo seit vielen Jahren erfolgreich den Weg. „Wir wollen hier in Dresden Fußball spielen, angelehnt an den Kreisel aus den 1970er-Jahren. Das war unser Erfolgsrezept und obwohl sich der Fußball natürlich weiterentwickelt hat, wollen wir diese Philosophie vom Fußballspielen den jungen Talenten mit auf den Weg geben.“

    Spannender Stammtisch mit interessanten Einblicken aus erster Hand

    Zum Abschluss tauschten sich die Anwesenden mit Jan Seifert über das Pro und Contra einer zweiten Mannschaft bei der SGD aus. Außerdem gab der Dynamo-Nachwuchsleiter noch einen Einblick, mit welchen Wünschen und Vorstellungen junge Kicker heutzutage aufwarten und welche Rolle die Berater bereits in unteren Altersklassen spielen.

    Nach anderthalb Stunden und mit vielen Fragen und spannenden Einblicken neigte sich der interessante und spannende Abend dem Ende. Klar war schnell, dass eine Fortsetzung in absehbarer Zeit folgen soll, denn längst waren nicht alle Fragen gestellt. Wir bedanken uns bei Jan Seifert für seine Bereitschaft und die vielen Eindrücke aus der Arbeit eines Nachwuchsleiters. Drücken wir die Daumen, dass es spätestens in der neuen Saison wieder Punktspiele im Dynamo-Nachwuchs gibt und ein Besuch am Spielfeldrand für Fans und Mitglieder möglich wird.

    Foto: Steffen Kuttner

  • Vorstandswahl auf der Mitgliederversammlung 2020

    Vorstandswahl auf der Mitgliederversammlung 2020

    Am 3. September 2020 fand im VIP-Raum des Rudolf-Harbig-Stadions die Ordentliche Mitgliederversammlung 2020 statt. Die anwesenden Mitglieder wählten an diesem Abend einen neuen Vorstand. Ursprünglich sollte die Versammlung bereits im März stattfinden. Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie verhinderten den satzungsgemäßen Termin. Nun konnte die Mitgliederversammlung unter Einhaltung von Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen endlich nachgeholt werden.

    Mitglieder wählen neuen Vorstand

    In den nächsten 18 Monaten wird die Fangemeinschaft Dynamo durch Andreas Göckeritz, Stephan Fröhlich, Bernd Alpermann, Mike Riße und Robert Pohl vertreten. Damit ist der Vorstand erstmals seit 2018 wieder vollzählig besetzt. In der letzten Legislatur bestand das Gremium nur aus vier Personen. Insgesamt acht Kandidaten hatten sich im Vorfeld der Mitgliederversammlung für ein Amt im Vorstand beworben.

    Im Anschluss an die Wahl des Vorstands wurde Frank Schneider als Revisor wiedergewählt. Er wird im laufenden Geschäftsjahr durch den ebenfalls gewählten André Gubsch unterstützt. Für die Wahl der Revisoren gab es diesmal drei Bewerbungen.

    Rechenschaftsberichte und Entlastungen

    Im Rahmen der Mitgliederversammlung blickte der Vorstand hauptsächlich auf die Arbeit im Geschäftsjahr 2019 zurück. Im allgemeinen Bericht ging Andreas Göckeritz noch einmal auf die Highlights im Jahr 2019 ein. Dazu zählen zwei Skatturnier, aus deren Erlös unter anderem auch Spenden an das SOKO Dynamo flossen. Außerdem fand der 5. Legendenstammtisch anlässlich des 30-jährigen Jubiläums zum Einzug ins Halbfinale des UEFA-Cups statt. Der Vorstand traf sich 2019 zu elf Vorstandssitzungen und nahm an acht Turnustreffen mit Fanvertretern und der Geschäftsführung teil.

    Im weiteren Verlauf der Versammlung berichtete der Vorstand über die Kooptierung von Sylvie Löffler in den Dynamo-Aufsichtsrat. Robert Pohl erläuterte den Anwesenden die Mitarbeit bei der IG Unsere Kurve. Sehr ausführlich wurde den teilnehmenden Mitgliedern noch einmal der laufende Strategieprozess und das neu erarbeitete Zielbild vor. Stephan Fröhlich gab als amtierender Schatzmeister zum Abschluss der Berichte einen Einblick in das Mitgliederwesen und die finanzielle Situation der Fangemeinschaft Dynamo.

    Im Anschluss erfolgte die Abstimmung zur Entlastung des amtierenden Vorstands und des Revisors. Die jeweilige Entlastung durch die Mitglieder fiel mit deutlichen Mehrheiten aus.

    An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen anwesenden Mitgliedern für ihre Teilnahme an der Ordentlichen Mitgliederversammlung. Die im Vergleich zu den Vorjahren hohe Zahl der Anwesenden ist eine Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit und gleichzeitig Ansporn für die nächsten Wochen.

     

  • Auswertung der Umfrage zum Stadionbesuch

    Auswertung der Umfrage zum Stadionbesuch

    Die neue Saison beginnt im September und es ist im Moment noch nicht sicher, ob und wie viele Zuschauer dann zu den Spielen live dabei sein dürfen. Mitte Juli haben wir eine Umfrage zur Rückkehr von Fans ins Stadion durchgeführt und wollten damit ein Stimmungsbild der Dynamo-Fans zu diesem Thema in Erfahrung bringen.

    An unserer Umfrage haben sich mehr als 1.000 Teilnehmer*innen beteiligt. Sie nutzten die Gelegenheit, ihre Meinung abzugeben. Natürlich stellt diese Anzahl im Vergleich zur Mitgliederzahl der SG Dynamo Dresden und den 30.000 Zuschauern, die sonst in das Rudolf-Harbig-Stadion pilgern, nur einen geringen Prozentsatz dar. Das entstandene Meinungsbild, über das wir folgend berichten, ist deshalb nicht zwingend repräsentativ. Wir erkennen darin trotzdem einige interessante Aspekte. Sie machen deutlich, dass es die EINE und schnelle Lösung nicht gibt.

    Wir haben selbst noch keinen abschließenden Standpunkt zu dieser Thematik. Die individuellen Auffassungen und Betrachtungsweisen lassen das nicht zu.  Wir erkennen die Vielfalt der Standpunkte an und denken. Jeder Fan darf über die Zulassung von Zuschauern seine eigene Meinung haben.

    Warum das Motto „Alle oder keiner“ schwierig ist

    Sehr häufig nannten Teilnehmer*innen in den offenen Antwortoptionen die Formel, dass entweder alle oder keiner ins Stadion geht. Wir können diesen Wunsch, der sich durchaus auch als Forderung formulieren lässt, aus Fanperspektive nachvollziehen und verstehen. Es ist deutlich schöner, wenn unsere Spielstätte ausverkauft ist und auf den Rängen die Stimmung tobt. Fankultur muss leben und ist ein hohes Gut, das wir immer verteidigen.

    In wie weit das Szenario einer hohen Auslastung in absehbarer Zeit realistisch ist, wagen wir nicht zu beurteilen. Hier legen die Behörden in Zusammenarbeit mit Verbänden und Vereinen den Rahmen fest. Was wir tun, ist diesen Anspruch jederzeit zu vertreten und bei Entscheidungsträgern vorzutragen. Wir sind uns sicher, dass auch die Geschäftsführung den Wunsch besitzt, so vielen Fans wie möglich den Stadionbesuch anzubieten. In den bisherigen Gesprächen wurde diese Position auch gegenüber Fanvertretern stets geäußert. Final entscheiden über die Kapazitätsgrenzen aber externe Menschen in Behörden und nicht der Verein selbst.

    Daher steht die Frage im Raum, in wie weit das Festhalten am Szenario einer vollen Hütte ohne Beschränkung für den Verein sinnvoll ist. Das notgedrungene Aussperren von Fans ist gerade für unseren zuschauerstarken Verein ein Problem. Das freiwillige Fernbleiben aus Solidarität, so verständlich das auch ist, würde an der kritischen Lage für die SGD nichts ändern. Jedes Heimspiel ohne Zuschauer kostet den Verein im Durchschnitt einen niedrigen mittleren sechsstelligen Betrag. Dabei ist einberechnet, dass weitere Ausgaben für Sicherheit und andere Bereiche ebenfalls wegfallen. Zudem fehlen nicht nur Ticketeinnahmen, sondern Sponsoren und Partner würden aufgrund von fehlenden Werbeleistungen, die ausschließlich bei Spielen mit Zuschauern zum Tragen kommen, weniger Geld an den Verein entrichten.

    Inwieweit Geistertickets einen Ausfall von Einnahmen kompensieren, ist nach den Erkenntnissen zur Rückerstattung der letzten Jahreskarten im Moment fraglich. Wir gehen später bei der konkreten Frage zu dieser Thematik etwas genauer darauf ein.

    Auswertung der einzelnen Fragen aus der Umfrage

    Frage 1: Wie verhältst du dich grundsätzlich, wenn Zuschauer mit Einschränkungen wieder in das Stadion dürfen?

    Grafik 1

    Bei den Antworten zu dieser Frage zeigt sich, dass weniger als fünf Prozent der Fans dem Stadion in der neuen Saison auf jeden Fall fernbleiben. Ob das nun daran liegt, dass ein Besuch ohnehin aufgrund von persönlichen Umständen unabhängig von Corona sowieso nicht möglich ist oder ob die nach wie vor herrschende Pandemie-Lage für einen Verzicht verantwortlich ist, wurde nicht detailliert abgefragt. Deshalb bewerten wir diesen Standpunkt auch nicht. Über 44 Prozent der Teilnehmer*innen haben Lust, endlich wieder Fußball live von den Rängen zu verfolgen. Mögliche Einschränkungen oder Rahmenbedingungen durch ein Hygienekonzept spielen für diese Fans dabei keine Rolle.

    Mehr als die Hälfte hat jedoch klar zu verstehen gegeben, dass sie nur minimale oder keine Einschränkungen akzeptieren, um das Stadion am Spieltag betreten zu dürfen. Fast jeder fünfte Teilnehmer gab dabei an, dass er nur dann anwesend wäre, wenn es gar keine Maßnahmen gibt und der Stadionbesuch wie in der Vergangenheit möglich ist. Wie wir bereits erwähnten, zeigt sich an der Verteilung der Antworten, dass keine einheitliche Meinung besteht und daher jeder Fan zunächst erst einmal für sich entscheidet, ob er ein Spiel besuchen wird oder nicht.

    Frage 2: Welche Einschränkungen sind durch ein Hygienekonzept vertretbar?

    Grafik 2

    Insgesamt wurden 2.567 Stimmen zu dieser Frage abgegeben. Das war durch die Option der Mehrfachnennung möglich. Am wenigsten problematisch empfanden die Umfrageteilnehmer personalisierte Tickets und eine begrenzte Zuschauerkapazität. Als Fanvertreter schrillen im ersten Moment bei personalisierten Tickets die Alarmglocken. Wir lehnen diese Form zum Beispiel seit Jahren ab. Aus vielen Gesprächen wissen wir, dass die oft von Politikern geforderten personalisierten Tickets in der Praxis (tatsächlicher Abgleich von Kartenbesitzer und Stadionbesucher) nicht umsetzbar sind. Eine solche Lösung bringt damit keinerlei Mehrwert. In Zeiten von Corona ist jetzt oft von einer Kontaktverfolgung im Fall einer Corona-Infektion zu hören. Deshalb ist das Thema wieder sehr aktuell.

    Wir können aus dem Dialog im Turnustreffen berichten, dass alle anwesenden Fanvertreter auf Probleme hinsichtlich Datenschutz und Datenweitergabe hingewiesen haben. Die Geschäftsführung ist sensibilisiert und berücksichtigt dieses Thema in den Überlegungen und der Erstellung eines Hygienekonzepts. Ob hier weiterer Klärungsbedarf besteht, wird sich erst bei konkreten Konzepten und Maßnahmen ergeben. Die Gründe und Umstände für eine verminderte Kapazität haben wir bereits erläutert. In Zeiten von Abstandsregelungen und Pandemie-Bekämpfung ist das am Ende eine Option, die für die meisten Fans momentan kein Problem darstellt.

    Dynamo-Fans wollen Mannschaft auch auswärts unterstützen

    Inakzeptabel erscheint vielen Teilnehmern die Maßnahme, dass keine Gästefans zugelassen werden. Das ist nachvollziehbar, weil gerade die Fans der SGD überall in Deutschland wohnen und wir ohnehin immer mit tausenden Anhängern die anderen Stadien füllen. Daher zeigen die Antworten, dass ein großes Interesse besteht, die SGD in der neuen Saison auch bei Auswärtsspielen zu unterstützen. Ebenso wenig Anklang findet die Idee, dass der Zugang zum Stadion nur mit installierter und aktivierter Corona-App möglich ist. In der Presse war bereits zu vernehmen, dass sich die Geschäftsführung dagegen ausspricht. Nicht alle Fans besitzen ein modernes aktuelles Smartphone, damit die App funktionieren kann.

    Im Mittelfeld der Stimmungslage zwischen Akzeptanz und Ablehnung befinden sich optionale Maßnahmen, in der genannten Reihenfolge mit zunehmender Zurückweisung. Dazu gehören Maßnahmen wie die Maskenpflicht im Stadiongelände, kein Catering-Angebot, der ausschließliche Verkauf von Sitzplatztickets und der Stadionbesuch gänzlich ohne Einschränkung.

    Frage 3: Ist die temporäre Bestuhlung des K-Blocks und des Gästeblocks zur Erhöhung der Kapazität akzeptabel?

    Grafik 3

    Bei dieser Frage verteilten sich die abgegebenen Stimmen etwa zur Hälfte in Befürworter und Gegner. Ein kleiner Teil der Teilnehmer hatte keine Meinung zu diesem Thema. Deutlich wird bei der Verteilung der Antworten, dass Stehplätze nicht verzichtbar sind. Möglicherweise spielt hier auch die Angst vor Abschaffung der Stehplätze eine nicht ganz unwichtige Rolle. In der Presse war zuletzt aber bereits zu lesen, dass der Umbau des K-Blocks aus Kostengründen kein Thema sein wird. So hat es Geschäftsführer Michael Born auch im Turnustreffen Anfang Juli vermittelt.

    Frage 4: An welchen Personenkreis soll das zur Verfügung stehende Ticketkontingent als Tageskarte verkauft werden?

    Grafik 4

    Aufgrund der Möglichkeit von Mehrfachnennungen kamen bei dieser Abfrage insgesamt 1.479 Stimmen zusammen. Wir hatten dieses Thema der Kartenverteilung in unsere Umfrage mit aufgenommen, weil es die wohl schwierigste Fragestellung ist. Sofern es möglich sein wird, dass Fans die Spiele wieder live im Stadion verfolgen dürfen, entsteht ein Dilemma. Denn das Interesse übersteigt sehr wahrscheinlich die verfügbaren Platzkapazitäten. Möglich ist sogar, dass nicht alle Anspruchsgruppen vollständig berücksichtigt werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand Vereinsmitglied, Jahreskarteninhaber*in oder beides ist. Im Moment ist nicht klar, wie viele Fans demnächst ins Rudolf-Harbig-Stadion dürfen. Erst dann lassen sich die Modalitäten zur Kartenvergabe konkretisieren. Es bringt also aktuell nicht viel, über mögliche und realistische Modelle zu spekulieren. Trotzdem werden Entscheidungsträger früher oder später eine Lösung finden müssen, die möglichst gerecht und praxistauglich ist.

    Die meisten Stimmen erhielt die Option, dass bei einen begrenzten Ticketkontingent zuerst die Jahreskarteninhaber der Saison 2019/20 ein Vorkaufsrecht bekommen. Das klingt logisch und folgt dem Prinzip der bisherigen Praxis. Zuerst kaufen diejenigen Fans ein Ticket, die vorher schon eine Dauerkarte hatten. Allerdings befinden wir uns gerade in einer völlig anderen Ausgangslage. Es ist möglich, dass bei begrenzter Platzzahl nicht alle Jahreskarteninhaber*innen dabei sein können.

    Die zweitmeisten Stimmen bekam die Alternative des freien Verkaufs. Wer zuerst kommt, hat eben einfach Glück oder die schnellste Internetleitung. Eine einfache Formel, die sicher überlegenswert ist, aber nicht zwingend die bisherigen Umstände berücksichtigt. Jahreskartenbesitzer*innen und Mitglieder waren durch ihren Status im Vorteil und sollten es auch weiterhin sein. Fast genauso viele Fans vertraten den Standpunkt, verfügbare Kontingente an Mitglieder und Jahreskartenkäufer*innen gleichmäßig zu verteilen. Den geringsten Zuspruch bekam die Idee, ausschließlich Vereinsmitglieder zu berücksichtigen. Auch der Vorschlag, Kontingente in drei Teile zu stückeln, damit verschiedene Anspruchsgruppen die Chance auf Karten bekommen, fand wenig Zustimmung.

    Alternative Vorschläge zur Kartenvergabe: Windhundrennen oder Dauer der Vereinsmitgliedschaft

    Darüber hinaus wurden insgesamt 72 weitere Optionen genannt, die teilweise den vorgegebenen Antworten entsprechen oder ähnlich konstruiert sind. Oft wurde der Grundsatz „Alle oder keiner“ vorgeschlagen. Warum diese zwei Endpunkte auf der Skala der Möglichkeiten am unwahrscheinlichsten sind, haben wir bereits beschrieben. Andere Teilnehmer der Umfrage brachten mehrere Verkaufsphasen ins Spiel. mit unterschiedlicher Präferenz in der Reihenfolge. Hier werden jedoch in allen Fällen die Begünstigten der ersten Phase das Kontingent sicher aufkaufen und der Rest leer ausgehen. Ein weiterer Vorschlag war, dass Jahreskarteninhaber*innen, die gleichzeitig Mitglied sind, zuerst am Verkauf der Karten teilnehmen dürfen. Eine Auswärtsdauerkarte könnte ihr als zusätzlicher Trumpf eine Rolle spielen. Ebenso nannten Teilnehmer die Option, dass Fans einen Vorteil bekommen, die das Geld ihrer Jahreskarten aus der abgelaufenen Saison geschenkt haben oder zeitlich länger bei der SGD als Mitglied registriert sind.

    Wie auch immer sich am Ende die Situation darstellen wird: Wir wissen um das Bemühen der Entscheidungsträger, eine möglichst faire und gerechte Lösung anzubieten. Obwohl absehbar ist, dass keine volle Zufriedenheit hergestellt werden kann.

    Frage 5: Soll eine Zuteilung bei einem begrenzten Kartenkontingent abwechselnd für jedes zweite oder dritte Spiel erfolgen?

    Grafik 5

    Diese Frage wurde in die Umfrage aufgenommen, um herauszufinden, in wie weit Dynamo-Fans solidarisch sind. Hintergrund war die denkbare Lösung, das verfügbare Kontingent  im Wechsel zu verteilen. Ziel: Nicht alle Fans sehen jedes Spiel live im Stadion, sondern alle interessierten Fans nehmen grundsätzlich am Stadionerlebnis teil. Dieses Prinzip war bisher kein ernsthaft diskutiertes Szenario und wird wohl auch keine realistische Option werden. Der Grundgedanke umfasste, dass beispielsweise pro Heimspiel 10.000 Karten verfügbar sind, aber 20.000 Fans ein Anrecht oder Interesse haben. Dann hätte eine paritätische Verteilung für jedes zweite Spiel vielen Fans die Gelegenheit geboten, Dynamo live zu sehen. Etwa ein Drittel der Teilnehmer*innen unserer Umfrage fanden den Vorschlag durchaus sinnvoll. Allerdings lehnte ebenso ein Drittel diese Idee der gleichen Verteilung entschieden ab. In Summe aller Antwortmöglichkeiten konnten mehr als die Hälfte der Fans sich nicht damit anfreunden.

    Frage 6: Was hältst du von einem Losverfahren?

    Grafik 6

    An dieser Stelle haben wir gefragt, was Fans von einem Losverfahren halten, ohne dieses Losverfahren konkret zu definieren. Denn auch bei dieser Idee wären Abstufungen möglich, um nicht nur Glück entscheiden zu lassen, ob jemand ins Stadion darf. Ein allgemeines Losverfahren hat natürlich den Nachteil, dass hier tatsächlich der Zufall über die Zuteilung entscheidet. Als Vorteil steht demgegenüber zumindest die theoretische Chance für alle Fans auf eine Karte.

    Die deutliche Mehrheit von über 75 Prozent lehnt ein offenes Losverfahren ab. Nur jeder fünfte Fan könnte sich mit einem Losverfahren arrangieren. Inwieweit das Ergebnis anders ausgefallen wäre, wenn analog zur Frage 5 ein paritätisches Losverfahren durchgeführt wird, sei dahingestellt. In diesem Fall hätten Nutznießer der ersten Auslosung bei der zweiten Losrunde ausgesetzt. Erst bei der dritten Verlosung wären dann wieder alle Fans im Topf gewesen. Auch diese Option war lediglich als Idee auf dem Tisch, ohne das im Moment ernsthaft ein solches Verfahren angedacht ist.

    Frage 7: Besitzt du eine Jahreskarte, einen Mitgliedsausweis, beides oder keins von beiden?

    Grafik 7

    Hier haben wir lediglich statistisch abgefragt, wie sich die Teilnehmer*innen unserer Umfrage zusammensetzen. Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer sind Mitglieder der SG Dynamo Dresden. Das ist ein guter Wert und gibt der Umfrage unabhängig des repräsentativen Status ein entsprechendes Gewicht. Zur Ankündigung der Umfrage hatten wir betont, das die Ergebnisse maximal eine Handlungsempfehlung für Vereinsgremien und Geschäftsführung darstellen. Sie sind keine verbindliche Entscheidungsgrundlage. Über die Hälfte der Teilnehmer*innen besitzt auch eine Jahreskarte, während etwa jeder siebende Nutzer weder Jahreskarte noch Mitgliedsausweis vorliegen hat. Mit 43 Prozent ist der Anteil von Fans am höchsten, die Jahreskartenbesitzer als auch Mitglied im Verein sind.

    Frage 8: Bist du bereit, einen symbolischen Beitrag für ein Geisterticket jeglicher Art auszugeben?

    Grafik 8

    In den Diskussionen zur Zulassung von Zuschauern in der neuen Saison ist immer wieder von Geistertickets die Rede. Dynamo hat bereits schon einmal in unnachahmlicher Weise über 41.000 solcher Karten abgesetzt und damit Ausfälle von Einnahmen kompensiert. Das Ergebnis von damals führt dementsprechend immer wieder dazu, diese Aktion zu wiederholen. Es spricht zumindest grundsätzlich nichts dagegen. Fast 60 Prozent der teilnehmenden Fans erklärten, dass sie einen symbolischen Beitrag geben würden.

    Nur knapp jeder zehnte Fan lehnt den Kauf eines Geistertickets ab. Die Gründe dafür sind in der aktuellen Corona-Krise auch darin zu sehen, dass Fans und Mitglieder selbst von Kurzarbeit betroffen sind und jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Ein aktueller Indikator für den potenziellen Erfolg von Geistertickets sind die Rückerstattungen der Jahreskarten aus der abgelaufenen Saison. Hier wurde bereits deutlich, dass die Mehrheit aus welchen Gründen auch immer dem Verein kein Geld überlassen hat. Dies ist zu respektieren, muss aber bei Erfolgsaussichten von neuen Aktivitäten zum Ausgleich fehlender Einnahmen berücksichtigt werden.

    Kein geregelter Stadionbesuch – kein Verkauf von Jahreskarten

    Demzufolge kann es sich bei einer Aktion mit Geistertickets lediglich um einen symbolischen Akt handeln. Die finanziellen Verluste durch Spiele ohne Zuschauer sind allein mit dieser Idee nicht aufzufangen. Auch der vorläufige Verkauf von Jahreskarten für die anstehende Saison ist keine Alternative. Der Verzicht auf den Verkauf begründet sich darauf, dass ein geregelter Besucherverkehr nicht absehbar ist. Der Aufwand für die Bereitstellung einer Möglichkeit zur Rückerstattung von Ticketeinnahmen war zuletzt enorm. Das daraus folgende Ergebnis spricht im Moment deshalb nicht dafür, dass Aufwand und Nutzen von Geistertickets in einem gesunden Verhältnis stehen.

    Deshalb ist es legitim und notwendig, dass sich die Entscheidungsträger darum bemühen, wenigstens einem Teil von Fans den Stadionbesuch ermöglichen zu können. So mindern sich die Einnahmeverluste. Welche Aspekte dabei jedoch eine große Rolle spielen, hat das Fanbündnis Unsere Kurve (UK) in einer Stellungnahme zur Wiederzulassung von Fans veröffentlicht. Wir schließen uns diesen Positionen als Mitglied von UK an.

    Frage 9 – offene Antwortmöglichkeit für Hinweise, Kritik oder Wünsche

    Zum Abschluss unserer Umfrage hatten wir die Möglichkeit angeboten, uns offene Rückmeldungen zu geben. Fast 200 Fans, also etwa 20 Prozent aller Teilnehmer*innen haben davon Gebrauch gemacht. Wir sichten diese Inhalte noch und prüfen anschließend eine zweite ergänzende Veröffentlichung zu den hier genannten Ergebnissen.

    Mitmachen und Mitglied werden

    Falls sich aus unserem Bericht der Ergebnisse neue Fragen oder Ideen ergeben und ihr Kontakt mit uns aufnehmen wollt, dann schreibt uns einfach eine E-Mail oder nutzt unser Kontaktformular auf der Startseite. Wir freuen uns auf Post.

    Wenn du Lust auf aktive Vereinsarbeit hast, findest du auch Informationen zur Mitgliedschaft auf unserer Webseite. Denn es heißt ja so schön: viele Hände, schnelles Ende und in diesem Fall mehr spannende und interessante Projekte, die wir gemeinsam auf die Beine stellen können.

  • Vom Rollenverständnis über Werte und Nutzen zum Zielbild

    Vom Rollenverständnis über Werte und Nutzen zum Zielbild

    In unseren ersten beiden Berichten haben wir die Hintergründe für eine notwendige Neuausrichtung erläutert. Anschließend reflektierten wir die aktuellen Positionen der Fangemeinschaft Dynamo. Dabei verglichen wir den Vereinszweck mit unserer bisherigen Arbeit. Im dritten Schritt unseres Prozesses ging es nun darum, aus diesen Erfahrungen und Erkenntnissen ein neues Zielbild abzuleiten und die folgenden Fragen zu beantworten:

    • Welche Rolle nimmt die FG ein?
    • Wie positioniert sich die FG?
    • Wofür steht die FG?
    • Was will die FG erreichen?
    • Welchen Nutzen und Mehrwert bietet die FG?

    In unserem Workshop wollten wir dabei gemeinsam drei Ebenen betrachten. Im Blickpunkt standen das Rollenverständnis und die Positionierung der Fangemeinschaft Dynamo, der Umgang und die Einbindung von Mitgliedern in die aktive Arbeit des Vereins und die Frage nach dem Nutzen.

    Wie sind wir vorgegangen? Die fünf Fragestellungen ergaben sich aus unserer Retrospektive der Fangemeinschaft Dynamo. Alle Teilnehmer des Workshops erhielten einen Stift und Zettel, um innerhalb von jeweils zehn Minuten einige Stichpunkte zu den Fragen zu notieren. Nach Ablauf der Ideenphase präsentierte jeder Workshop-Teilnehmer seine aufgeschriebenen Gedanken und Stichpunkte den anderen Teilnehmern.

    Welche Ideen und Gedanken aus diesem Arbeitsschritt entstanden sind, stellen wir dir jetzt genauer vor.

    Eine starke Interessenvertretung, aber kein Dachverband

    Als die Fangemeinschaft Dynamo gegründet wurde, war die Rolle der Organisation sehr klar. Wir waren kritischer Interessenvertreter der Fans und wollten eine übergeordnete Plattform gestalten, um die Vielzahl der Dynamo-Fans besser zu organisieren. Fanorganisationen bei anderen Vereinen, die bereits länger existierten, waren dabei ein Vorbild, wie beispielsweise der HSV Supporters Club in Hamburg oder die Fan- und Förderabteilung von Eintracht Frankfurt.

    Die Rolle als Interessenvertreter von Dynamo-Fans haben wir bis heute nicht abgelegt. Wir nehmen regelmäßig am Turnustreffen mit der Geschäftsführung teil. Zudem sind wir bei der bundesweiten Interessengemeinschaft Unsere Kurve mit dabei. Für uns ist diese Interessenvertretung der elementare Kern unserer Existenz. Wir vertreten die Meinung, dass eine Vertretung von Faninteressen immer Bestand haben muss. Insbesondere ist das gerade in Zeiten wichtig, in denen Faninteressen im Fußball zunehmend hinter wirtschaftlichen Interessen zurückstehen müssen.

    In der Anfangszeit der Fangemeinschaft Dynamo wurde häufig noch das Ziel proklamiert, einen anerkannten Dachverband für alle Dynamo-Fans aufzubauen. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren haben jedoch gezeigt, dass ein solches Prädikat in unserem Selbstverständnis keine verbindliche Legitimation besitzt. Wir können und wollen nicht immer für alle Fans sprechen. Daher verfolgen wir aktiv nicht den Anspruch, ein Dachverband für alle zu sein. Diese Funktion entsteht letztendlich auch nicht durch eine Selbsterklärung, sondern nur durch gute und erfolgreiche Arbeit über mehrere Jahre.

    Wir sind da für alle Fans der SGD

    Bei Dynamo Dresden spielen Faninteressen im Vergleich zum bundesdeutschen Fußball vielleicht noch eine spezielle Rolle. Wir sind ein Mitgliederverein. Doch diese Errungenschaft wurde über viele Jahre schwer erkämpft und muss auch in Zukunft weiterhin bewahrt und sinnvoll gestaltet werden. Es steht deshalb für uns außer Frage, dass wir weiterhin die Rolle als Interessenvertreter wahrnehmen. Wir tun das im Einklang mit anderen Gruppen der aktiven Fanszene, wie den Ultras Dynamo. Dabei spielt der Konkurrenzgedanke aus unserer Sicht keine Rolle, sondern vielmehr eine sich ergänzende Zusammenarbeit unter Nutzung der jeweiligen Stärken.

    Fans sind in ihrer Ausprägung sehr vielfältig. Im Stadion sind junge und alte Fans dabei, Fanclubs aus Dresden und der ganzen Bundesrepublik, Sitzplatzuschauer und K-Block-Besucher. Sie alle haben ihre eigenen Bedürfnisse und individuelle Vorstellungen vom Fansein. Es ist legitim, dass jeder Fan sein Dynamo-Erlebnis anders gestaltet. Wir vertreten alle diese Fans und sind gern deren Ansprechpartner, sofern ihre Interessen nicht den satzungsrechtlichen Bestimmungen der SGD und der Fangemeinschaft Dynamo entgegen stehen.

    Transparenz und Gemeinschaft prägen unsere Arbeit

    Darüber hinaus sehen wir uns auch als Plattform, um gegenläufige Meinungen zu Dynamo und dem Fußball insgesamt zusammen zu bringen. Wir stehen für einen offenen und transparenten Meinungsbildungsprozess, der auch unpopuläre Standpunkten nicht unterdrückt oder ausschließt. Als Verein unterstützen wir demokratische Willensbildung und hegen den Anspruch, bestehende Differenzen im Dialog miteinander auszugleichen. Wir beziehen uns dabei sowohl auf den Austausch innerhalb der großen Fangemeinde, als auch auf die Gespräche mit Vereinsgremien und der Geschäftsführung.

    Werten wie Transparenz und Offenheit schreiben wir an dieser Stelle eine hohe Bedeutung zu. Wir wollen nach wie vor kritisch sein und Inhalte thematisieren, die wir für die Vereinsentwicklung und eine lebendige Fankultur für wichtig erachten. Unser Agieren ist konstruktiv und kooperativ. Die gemeinschaftliche Zusammenarbeit ist dafür aber immer Voraussetzung. Aufgrund der vergangenen Jahre halten wir es für notwendig, unsere Arbeit auch immer wieder selbst zu reflektieren.

    Nachdem es zuletzt oft an Transparenz fehlte, soll die Arbeit der Fangemeinschaft Dynamo zukünftig aktiver und initiativ erfolgen. Wir möchten dabei auch integrativ und offen arbeiten. Das heißt, dass jeder Fan oder jedes Dynamo-Mitglied willkommen ist, sich in die organiserte Vereinsarbeit einzubringen. Denn nur dann hat die SGD als demokratisch strukturierter und mitgliedergeführter Verein eine Zukunft.

    Was wollen wir erreichen? Ein Zielbild für 2022

    Die zentrale Frage in unserem Workshop-Prozess war natürlich, was wir eigentlich erreichen wollen. In zwei Jahren kann die Fangemeinschaft Dynamo ihren 15. Geburtstag feiern. Daher haben wir uns konkrete Ziele gesetzt, die wir bis 2022 erreichen wollen. Wir orientierten uns bei der Festlegung daran, welche Ziele realistisch sind. Bei der Auswahl mussten wir einerseits die Erfahrungen der Vergangenheit berücksichtigen. Oft blieben Ideen und Projekte auf der Strecke, weil nur einzelne Fans und Mitglieder aktiv das Vereinsleben mitgestalteten. Aufgaben mussten meist von wenigen Schultern getragen werden. Andererseits ergab sich daraus auch die Notwendigkeit, die grundsätzlichen Voraussetzungen in der Fangemeinschaft Dynamo neu zu denken, um Vereinsarbeit effizient und sichtbar zu gestalten.

    Also legten sich die Teilnehmer im Workshop auf die folgenden Ziele fest:

    1. Verdopplung der Mitgliederzahl und Aktivierung von zehn Prozent für die aktive Mitarbeit
    2. Entwicklung und Umsetzung jährlichee Leuchtturm-Projekte

    Die beiden Ziele sind als umfassendes Ziel zu verstehen. Sie erfordern untergeordnet weitere Maßnahmen. Dazu zählen etwa der Aufbau einer sinnvollen Struktur für die interne Zusammenarbeit und die Durchführung von geeigneten Formen regelmäßiger Dialoge mit Fans und Mitgliedern. Unseren Plan für die nächsten 24 Monate haben wir auf den folgenden Schaubildern zusammengefasst.

    Schaubild Ziele 2022

    Dynamo als Mitgliederverein benötigt Mitgestaltung und Engagement

    Im Mittelpunkt der ganzen Betrachtung stand natürlich die Frage im Raum, warum wir als Fangemeinschaft Dynamo weiterhin aktiv arbeiten und wirken möchten. Entscheidend ist letztendlich der Nutzen und Mehrwert, der durch unsere Aktivitäten für die SGD sowie deren Fans und Mitglieder entsteht.

    Durch aktive Fanarbeit soll ein Vereinsleben entstehen, dass abwechslungsreich und nutzerorientiert gestaltet ist. Dynamo lebt als Mitgliederverein vom Engagement seiner Fans und ist vielleicht sogar langfristig darauf angewiesen. Deshalb benötigen wir Diskussionsplattformen, Veranstaltungen und noch mehr persönliche Aktivitäten. Diese können helfen, dass zwischen Fans und Dynamo noch mehr Nähe und Zugehörigkeitsgefühl entsteht, unabhängig von den Spieltagen und Stadionbesuchen.

    Unsere Arbeit soll Mitbestimmung und Mitgestaltung in der Sportgemeinschaft fördern und ermöglichen. Wir sehen Dynamo als demokratischen Mitgliederverein, nicht nur in der unmittelbaren Gegenwart, sondern ebenso in der fernen Zukunft. Unter dieser Maßgabe besitzen Entfaltungsmöglichkeiten für Mitglieder und Fans eine hohe Bedeutung. Wir wollen als Organisation allen die Möglichkeit bieten, ihre Ideen einzubringen, mit anderen Mitgliedern zu diskutieren, um sie dann sinnvoll und gemeinsam zu verwirklichen.

    Einen Mehrwert erkennen wir zudem auch darin, die Gemeinschaft und Einheit zu stärken, indem wir Dynamo als gemeinsame Freitzeitgestaltung erleben. Wenn auch du Interesse hast, diesen Weg mit uns zu beschreiten, kannst du dich über eine Mitgliedschaft in der Fangemeinschaft Dynamo informieren. Gerne stehen wir dir für Fragen zu unserer Arbeit auch vorab zur Verfügung. Nutze unser Kontaktformular auf der Startseite für eine Anfrage. Im vierten Teil stellen wir dir in der neuen Woche dann vor, wie wir konkret arbeiten wollen, um die ausgearbeiteten und formulierten Ziele zu erreichen.

    1. Teil: Ausrichtung der Fangemeinschaft Dynamo auf dem Prüfstand

    2. Teil: Retrospektive auf die bisherige Vereinsarbeit

    4. Teil: folgt